Union-Spieler werden in Bochum nicht über Zwischenstände informiert

Fischer: "Wir müssen das auf den Punkt bringen"

Urs Fischer

Legt den Fokus voll auf Bochum und wird seine Spieler deshalb nicht über Zwischenstände informieren: Union-Coach Urs Fischer. imago images

Am Freitagnachmittag - einen Tag früher als sonst bei Auswärtsspielen an einem Sonntag üblich - ist der Tross des 1. FC Union Berlin in Richtung Bochum aufgebrochen. Mit dabei sind dieses Mal 20 Spieler, weil Trainer Urs Fischer einen dritten Torhüter und einen zusätzlichen Feldspieler ins Aufgebot berufen hat. Im Ruhrstadion von Bochum wird am Sonntag dann wohl der gesamte Kader der Eisernen anwesend sein, denn: Das letzte Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19 beim VfL Bochum (15.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) ist ein besonderes. Geht es nach den Unionern, soll die Dienstreise nach Westfalen vom großen Wurf gekrönt sein - dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga. 5100 Anhänger der Eisernen werden in Bochum im Stadion erwartet, und auf dem Vorplatz des Stadions an der Alten Försterei nochmal mehr als doppelt so viele Unioner zum Public Viewing.

Fokus auf Bochum: Spieler werden nicht über Zwischenstände informiert

Um am Sonntag bereits ans Ziel der Träume zu gelangen, braucht Fischers Mannschaft in Bochum einen Sieg, und der SC Paderborn darf gleichzeitig bei Dynamo Dresden nicht gewinnen. Bereits am Montag kündigte Fischer indes an, dass sein Stab die Spieler auf dem Feld nicht über Zwischenstände in Dresden informieren werde, weil der Fokus der Union-Profis ganz auf Bochum liegen soll. Denn die Partie im Ruhrstadion sieht der Coach nicht als Selbstläufer an für sein Team, das im bisherigen Saisonverlauf lediglich drei Auswärtssiege landen konnte (aber auch nur viermal verloren hat, bei neun Remis). "In Bochum gewinnt man nicht so einfach", sagte Fischer auf der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag, "wir brauchen eine Top-Einstellung und eine konzentrierte Leistung." Denn wenn man aufsteigen wolle, "müssen wir unsere Aufgabe erstmal erledigen", so der Schweizer, der bis auf Mittelfeldakteur Eroll Zejnullahu (muskuläre Probleme) und den langzeitverletzten Verteidiger Fabian Schönheim (Knie) auf seinen kompletten Kader bauen kann.

2. Bundesliga - 34. Spieltag
34. Spieltag
2. Bundesliga Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Köln
63
2
SC Paderborn 07
57
3
1. FC Union Berlin
57
4
Hamburger SV
56
5
1. FC Heidenheim
55
6
Holstein Kiel
49
7
Arminia Bielefeld
49
8
Jahn Regensburg
49
9
FC St. Pauli
49
Tabelle 2. Bundesliga
Trainersteckbrief Fischer

Fischer Urs

1. FC Union Berlin

Schweiz

Trainersteckbrief

Was die mentale Verfassung seiner Spieler angeht, ist der 53-Jähirge zuversichtlich. Seinen Akteuren nach dem 3:0-Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg zwei Tage freigegeben zu haben, hat sich nach Ansicht Fischers gelohnt. Beim ersten Training in dieser Woche am Mittwoch "war die Mannschaft ab dem ersten Moment, an dem das Training begonnen hat, bereit", so der Trainer, der innerhalb seines Kaders eine - aus seiner Sicht einer starken Leistung am Sonntag zuträgliche - "Mischung aus Lockerheit und Spannung" ausgemacht hat, "am Sonntag müssen wir das auf den Punkt bringen."

Fischer beobachtet möglichen Relegationsgegner Stuttgart

Fischer selbst wird den Blick an diesem Wochenende schon mal über die Partie in Bochum hinaus richten. Am Samstagnachmittag wird der Union-Trainer der Bundesligapartie Schalke 04 gegen den VfB Stuttgart im Stadion beiwohnen, um den VfB als potenziellen Relegations-Gegner in Augenschein zu nehmen. Aber alle in Berlin-Köpenick hoffen, dass Union die beiden Spiele gegen die Schwaben nicht mehr nötig hat, um erstmals in der Bundesliga vertreten zu sein.

Andreas Hunzinger

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Kampf um die Bundesliga-Relegation: Was bisher reichte