Bundesliga

Die Trennung von Schommers ist konsequent

Neuer Trainer noch in dieser Woche?

Die Trennung von Schommers ist konsequent

Boris Schommers

Verabschiedet sich nach der Freiburg-Partie vom 1. FC Nürnberg: Boris Schommers. imago images

Es war das am schlechtesten gehütete Geheimnis beim 1. FC Nürnberg: Boris Schommers' Zeit als Trainer endet mit dem letzten Saisonspiel am Samstag beim SC Freiburg. Für Aufbruchstimmung nach dem Abstieg soll ein neuer Mann sorgen, der wohl noch in dieser Woche bekanntgegeben wird. Zu den Kandidaten gehörte nach kicker-Informationen Achim Beierlorzer (Jahn Regensburg), der aber sogleich absagte und zum 1. FC Köln wechselt. Also läuft es auf den Österreicher Damir Canadi (49, Atromitos Athen) hinaus. Der Name Daniel Meyer, Trainer bei Erzgebirge Aue, ist im Umfeld allerdings auch gefallen.

Wie der Club am Dienstagnachmittag mitteilte, köderte Sportvorstand Robert Palikuca Schommers mit einem Anschlussvertrag im Verein, der 40-Jährige wollte jedoch nur als Cheftrainer bleiben. Daher sind Trennung und Neuanfang konsequent. Schommers stabilisierte den FCN, als er die Mannschaft nach 21 Spieltagen von Michael Köllner Anfang Februar übernahm. Das Team war nicht mehr so leicht zu knacken, agierte defensiv meist zuverlässig und für die Gegner widerborstig, das große Problem blieb trotz einer Stammelf und klarer Linie das Toreschießen.

Schommers hat sich einen Namen gemacht

Nüchtern betrachtet und bei allem Respekt vor seiner Arbeit fällt die Bilanz des Langzeit-Interimstrainers daher auch nicht besser aus als die von Köllner, sieben Punkte in zwölf Partien sind arg dürftig und kein Argument für eine Weiterbeschäftigung in der Zweiten Liga. Zumal in die Bewertung einfließen muss, dass Schommers eineinhalb Jahre loyal an der Seite Köllners gearbeitet hat und sich auch entsprechend einbringen durfte. Somit trägt er eine gehörige Portion Mitverantwortung für diese missratene Saison.

Nichtsdestotrotz hat Schommers im vergangenen Vierteljahr auch positive Spuren hinterlassen, sein Name ist im deutschen Fußball nun nicht mehr nur Insidern ein Begriff. Gut möglich, dass er bald an anderer Stelle im Profifußball auftaucht.

Frank Linkesch