Rückkehr von Bayern-Keeper Neuer ungewiss

Ulreich: "Der Psychokrimi wird von außen reingetragen"

Sven Ulreich

Könnte Manuel Neuer auch am Samstag gegen Eintracht Frankfurt vertreten: Sven Ulreich. imago images

Wie schon im vergangenen Jahr, als Manuel Neuer aufgrund eines Haarrisses im Mittelfuß verletzt ausfiel, ist Sven Ulreich nach einer eher ruhigen Hinserie im aktuellen Endspurt wieder öfter gefragt als gedacht. So war es auch 2018, als er von September bis Mai - inklusive Pokalfinale - zwischen den Pfosten stand. Ohne Murren, ohne Meckern erledigt er seinen Job als Nummer 2 seit nunmehr vier Jahren.

Und so wie es derzeit aussieht, könnte er auch am Wochenende wieder ranmüssen oder - dürfen. Denn Manuel Neuer weiß nach seinem Muskelfaserriss den Zeitpunkt der Rückkehr auf den Rasen noch nicht genau. Für Ulreich heißt das: "Ich trainiere." Wie immer. Ganz unabhängig vom Nationalkeeper.

Spielersteckbrief Ulreich
26

Ulreich Sven

Bayern München

Deutschland

Spielerprofil
Bundesliga - 34. Spieltag
34. Spieltag
Bundesliga Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
78
2
Borussia Dortmund
76
3
RB Leipzig
66
4
Bayer 04 Leverkusen
58
5
Bor. Mönchengladbach
55
6
VfL Wolfsburg
55
7
Eintracht Frankfurt
54
8
Werder Bremen
53
9
TSG Hoffenheim
51
Tabelle Bundesliga

"Wenn Manu wieder trainieren und spielen kann", sagt der 30-Jährige, "wird er spielen. Ansonsten versuche ich der Mannschaft zu helfen." Dafür "bereite ich mich vor" - auf das Duell mit der Eintracht, die als Sechstplatzierter noch alle Chancen auf ein Ticket für die Champions League besitzt und den kommenden Gegner von Borussia Dortmund einholen möchte. Borussia Mönchengladbach liegt nämlich auf dem begehrten vierten Rang.

Der Psychokrimi wird mehr von außen reingetragen.

Sven Ulreich

Somit findet am Samstag im Fernduell ein nahezu identisches Szenario statt: Der BVB will und kann Meister werden, die Fohlenelf in die Königsklasse einziehen. Eine spannende Ausgangslage, die Ulreich allerdings keinerlei Kopfzerbrechen bereitet. "Der Psychokrimi wird mehr von außen reingetragen", erklärt er, "für uns ist es ein ganz normales Spiel - weil wir zu Hause spielen."

Remis? Ulreich: "Ich bin kein Freund davon"

Und vor eigenem Publikum, wo die Bayern letztmals in der Saison 1999/00 die Schale und in dieser Rückserie alle Partien gewannen, sollte es, so glaubt der Torhüter, nur einen Sieger geben: den FCB. Auf ein Remis, das ebenfalls zum siebten Titel in Serie reichen würde, will Ulreich deshalb nicht spielen. "Davon bin ich kein Freund", sagt er, "diesen Anspruch haben wir auch nicht." Ebenso wenig die Lust, während der 90 Minuten nach Mönchengladbach zu gucken, was die Dortmunder da so treiben. "Wir wollen gewinnen, dann müssen wir auf niemand anderen schauen", betont Ulreich: "Und so wollen wir Meister werden."

Georg Holzner