Hannover: Weydandt blickt schon in die Zukunft

Maina bleibt, Bakalorz und Prib vielleicht auch

Hannover 96

Wie geht's weiter nach dem Abstieg in Hannover? imago images

Die momentane Gefühlslage bezeichnete er ohne Umschweife als "schwierig", und das ist verständlich. "Du hast gewonnen, drei Punkte eingefahren, aber es ist egal, weil du abgestiegen bist", haderte Hendrik Weydandt nach Hannovers 3:0-Erfolg gegen Freiburg. "Es ist an Ironie kaum zu übertreffen, das beste Spiel der Saison zu machen - und am Ende heißt es: Du musst in die 2. Liga."

Vor dem nunmehr bedeutungslosen Abschlussspiel am nächsten Samstag in Düsseldorf tankte 96 immerhin noch einmal Selbstvertrauen. "Wir wollen uns dort mit Anstand verabschieden", kündigt Weydandt bereits an und richtete zugleich schon den Blick noch weiter nach vorne. "Wir haben gezeigt, was möglich gewesen wäre, hätten wir diese Leidenschaft, dieses Selbstvertrauen in den Spielen auch davor gehabt. Jetzt müssen wir alles Positive aufsammeln, alles Negative wegwischen und sicherlich dann mit einem relativ veränderten Kader eine neue Spielidee und einen neuen Glauben entwickeln. Das wird die Aufgabe sein. Man kann - das ist der kleinste Vorteil - jetzt schon damit anfangen." Ungewissheit in Sachen Trainer und Sportdirektor

Spielersteckbrief Prib
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Prib Edgar

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Bakalorz Marvin

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Maina Linton

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Doll Thomas

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Der 23-jährige Stürmer, vor der Saison eigentlich für die Regionalliga-Elf vorgesehen und nun mit sechs Toren bester Hannoveraner Bundesliga-Torschütze, gilt als einer der designierten Führungsspieler beim Neuanfang in der 2. Liga. Davon, dass andere aus der zuletzt ordentlich auftretenden Mannschaft ebenfalls mithelfen werden, ist Weydandt überzeugt. Eigengewächs Linton Maina etwa, ein Aktivposten gegen Freiburg, soll laut Profiboss Martin Kind auf jeden Fall dazugehören: "Das kann ich versichern." Auch über eine Vertragsverlängerung mit den Routiniers Edgar Prib und Marvin Bakalorz werde im Klub derzeit nachgedacht, so Kind. Doch darüber hinaus herrscht vielfach große

Ungewissheit beim Absteiger, der obendrein wahrscheinlich noch einen neuen Sportdirektor und womöglich einen Nachfolger für Trainer Thomas Doll sucht.

Michael Richter

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