Bundesliga

Robben: "Vier, fünf Jahre kann ich noch spielen"

Niederländer im großen kicker-Interview

Robben: "Vier, fünf Jahre kann ich noch spielen"

Arjen Robben

Das letzte Bundesliga-Auswärtsspiel im FCB-Dress: Arjen Robben. imago images

Seine Einwechslung in Leipzig in der 89. Minute sorgte immerhin dafür, dass Robben sein 200. Bundesligaspiel bestreiten durfte. Nur ein Treffer war ihm nicht mehr vergönnt, es bleibt vorerst bei 98 Bundesligatoren für den Rekordmeister. In zwei Spielen hat der 35-Jährige noch die Chance, die 100 vollzumachen, danach ist Schluss beim FC Bayern. Nach zehn Jahren. Wie es danach weitergeht, weiß Robben noch nicht. "Eigentlich will ich noch gerne spielen. Aber - das ist wichtig: Noch einmal fünf Monate mit einer Verletzung oder mehrere kleinere Blessuren will ich nicht", gesteht der Offensivspieler, der in dieser Saison verletzungsbedingt auf lediglich elf Einsätze kommt. "Ich kann noch vier, fünf Jahre spielen. Aber da ist eben die andere Seite mit den Verletzungen."

In der Vorwoche war Robben beim 3:1 gegen Hannover wieder auf den Platz zurückgekehrt, unter dem tosenden Beifall des Münchner Publikums. Die Zeit bis zu dieser triumphalen Rückkehr erlebte er zwischen Hoffen und Bangen. "Manchmal war ich verzweifelt, aber das ist normal. Zwei-, dreimal stand ich schon vor der Tür in den Kader, aber sie ging nicht auf", erzählt er. "Dann fiel ich wieder die Treppe runter, drei- viermal. Es war eine schwierige Zeit."

Spielersteckbrief Robben

Robben Arjen

Ob und wo es für ihn nach dieser Saison weitergeht, vermag Robben noch nicht zu sagen. "Du bist die ganze Karriere gewohnt, immer für das Höchste zu spielen, um Titel. Ich weiß nicht, ob es in mir drin ist, in einer Mannschaft, die um Platz 6 oder 8 spielt, zu stehen", sagt der Mann mit der Rückennummer 10, "es gibt so viele Optionen, Europa, außerhalb von Europa." Vor einigen Jahren sprach Robben von den USA, "ja, das stimmt", vielleicht ziehe es ihn dorthin, jedoch nach "China eher nicht. Alles hat sein Plus und Minus. Am Ende muss es aus voller Überzeugung kommen."

kicker-Chefreporter Karlheinz Wild und Arjen Robben

kicker-Chefreporter Karlheinz Wild und Arjen Robben. kicker

Im großen Interview mit dem kicker erzählt Robben, warum der Begriff Superstar oder Weltstar nicht zu ihm passt, ob er Ribery dessen heftige Attacke aus dem Jahr 2012 verziehen hat, ob er seine Teamkollegen Kingsley Coman und Serge Gnabry für Ausnahmetalente hält und welchen letzten Auftrag er gerne erledigen würde.

kon