2. Liga, 33. Spieltag: Magdeburg und Duisburg steigen ab

HSV muss Aufstieg abhaken - Paderborn verteidigt Rang zwei

SC Paderborn jubelt

Nach dran an der Bundesliga: Der SC Paderborn gewann gegen den Hamburger SV und schnuppert am Aufstieg. imago images

Im Aufstiegsduell zwischen dem Zweiten Paderborn und dem Vierten Hamburger SV mussten die Hanseaten überraschend auf Keeper Pollersbeck verzichten, Mickel musste in diesem Schlüsselspiel zwischen die Pfosten. Zwar hatten die Gäste dank Lacroix und van Drongelen die besseren Chancen, doch es klingelte auf der anderen Seite: Mickel ließ einen Schuss nach vorne abprallen, Vasiliadis staubte zur Paderborner Führung ab (25.). Die Partie blieb packend, unter anderem hatte Narey den Ausgleich auf dem Fuß (31., Zingerle parierte). Zur Pause reagierte Trainer Wolf, brachte Hunt ins Spiel - doch Sekunden nach Wiederanpfiff schlug Vasiliadis nach einer HSV-Fehlerkette zum zweiten Mal zu (46.). Partie gelaufen? Noch nicht, denn van Drongelen traf nach einer Ecke per Kopf zum 1:2 (71.). Doch dann nahm das Unglück für die Rothosen ihren Lauf: Antwi-Adjej (81., 86.) sorgte mit einem Doppelpack dafür, dass der HSV wegen der schlechten Tordifferenz keinerlei realistische Aufstiegschancen mehr besitzt.

Union Berlin hat Relegation sicher und schielt auf Rang zwei

Der Tabellendritte Union Berlin empfing mit Magdeburg eine Mannschaft, die noch um den Klassenerhalt kämpfte. Schon in der 8. Minute stellte Prömel die Weichen jedoch auf Sieg für die Köpenicker. Die Oenning-Elf blieb engagiert, kam aber gegen die beste Abwehr der Liga einfach nicht zum Zug - und kassierte durch Polter den zweiten Gegentreffer (31.). Auch nach der Pause das gleiche Bild: Der Wille war Magdeburg nicht abzusprechen, doch Union ließ nichts mehr anbrennen und traf sogar noch zum 3:0 durch Polter (90.+6). Ausschreitungen im FCM-Fanblock und eine damit verbundene Unterbrechung machte die lange Nachspielzeit möglich. Die Berliner bleiben damit Dritter und sind realistisch gesehen nicht mehr vom Relegationsplatz zu verdrängen. Am kommenden Sonntag (in Bochum) ist vielmehr der direkte Aufstieg noch möglich, sollte Paderborn in Dresden patzen.

Zaun-König: Sebastian Polter traf gegen Magdeburg zweimal.

Zaun-König: Unions Sebastian Polter traf gegen Magdeburg zweimal. imago images

Duisburg gleicht dreimal aus, verliert doch und steigt ab

Bei entsprechenden Ergebnissen hätte auch Heidenheim noch im Aufstiegskampf mitmischen können, Schlusslicht Duisburg kämpfte um den letzten Strohhalm. Glatzel traf jedoch in der 27. Minute zur Führung. Zwar glich Stoppelkamp nach Wolzes verschossenem Elfmeter per Abstauber aus (33.), dann aber war Thomalla für den FCH mit dem 2:1 zur Stelle (37.). Nach der Pause zeigte der MSV einmal mehr Moral, Bomheuers Kopfballtreffer saß - 2:2 (51.). Dumm nur, dass Bomheuer auch ins eigene Tor köpfte, und das auch noch völlig unbedrängt (58.). Nach dem Slapstick-Tor traf Daschner zum 3:3 (80.), doch die vierte Führung von Dorsch (82.) war nicht mehr zu egalisieren. Für Heidenheim war der Sieg letztlich wertlos, da die Konkurrenz nicht mitspielte. Der MSV Duisburg muss den erneuten Gang in Liga drei antreten.

Kleeblatt reicht ein Remis für den Klassenerhalt

Greuther Fürth wollte in Aue die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. In der 16. Minute köpfte Green für die Franken ein, doch nach Hochscheidts Ausgleichstor aus abseitsverdächtiger Position war die Partie wieder offen (20.). Die zweite Hälfte verlief ohne die ganz großen Höhepunkte, das war vor allem den Fürthern wohl ganz recht. Denn der Zähler reichte dem Kleeblatt für den sicheren Klassenerhalt, der Relegationsplatz ist vier Punkte entfernt.

Fernduell zwischen Sandhausen und Ingolstadt am letzten Spieltag

Der Lauf hält: Ingolstadts Sonny Kittel (2.v.r.) traf per Freistoß, Björn Paulsen (l.) jubelt mit.

Der Lauf hält: Ingolstadts Sonny Kittel (2.v.r.) traf per Freistoß, Björn Paulsen (l.) jubelt mit. imago images

Ingolstadt kann nicht mehr direkt absteigen! Der Oral-Effekt hielt auch gegen Darmstadt an, gegen das der FCI 3:0 gewann und ganz wertvolle Punkte einfuhr. Unter Trainer Tomas Oral verloren die Schanzer noch kein Spiel und holten 16 von 18 möglichen Punkten (5/1/0). Kittel per Traumfreistoß (21.) und Lezcano per Kopfball (45.) brachten den Sieg im ersten Durchgang auf den Weg. Kutschke stellte den Endstand her (55.). So hat Ingolstadt (aktuell auf dem Relegationsplatz) am letzten Spieltag in Heidenheim sogar die Chance, direkt drin zu bleiben, muss dafür allerdings auf einen Patzer von Sandhausen in Regensburg hoffen.

Der SVS hatte den vorzeitigen Klassenerhalt selbst in der Hand - vergab diese Möglichkeit aber. Im Heimspiel gegen Bielefeld kassierte das Team von Uwe Koschinat eine 0:3-Niederlage. Klos brachte Arminia aus dem Nichts in Führung (15.), ehe Yabo (42.) noch vor der Pause erhöhte. Voglsammer führte in der 71. Minute die Entscheidung herbei. Nur zwei Punkte trennen Sandhausen (15.) und Ingolstadt (16.) nun noch.

Partycrasher Regensburg

Sportlich eine eher untergeordnete Bedeutung hatte der Vergleich zwischen dem 1. FC Köln und Jahn Regensburg. Die Geißböcke hatten bereits einen Spieltag zuvor den Aufstieg perfekt gemacht und auch die Meisterschaft gesichert. Im letzten Heimspiel war somit Party angesagt - ein Torfestival wurde es obendrein, das der Jahn letztendlich mit 5:3 für sich entschied. Es begann mit einem Czichos-Eigentor (7.), Adamyan erhöhte (34.). Richtig bitter wurde es für den FC kurz vor der Pause: Cordoba sah Rot (Tätlichkeit), den Strafstoß verwandelte Al Ghaddioui. Hector per Doppelpack (65. und 73.) und Modeste (76.) für den FC sowie Adamyan (68.) und Föhrenbach (90.) für Regensburg trugen im zweiten Durchgang zum Torreigen bei.

Keine Tore am Millerntor - Kiel gewinnt letztes Heimspiel

Der FC St. Pauli hatte vor dem Spieltag noch theoretische Chancen, aufzusteigen. Nach dem 0:0 gegen Bochum und den Ergebnissen in den anderen Stadien ist dies nun nicht mehr der Fall. Die Kiez-Kicker hatten besonders in Hälfte eins einige gute Möglichkeiten, doch Kapitän Allagui scheiterte am Aluminium und an VfL-Keeper Riemann.

Holstein Kiel durchbrach die jüngste Mini-Serie von vier Spielen ohne Sieg (zuletzt drei Niederlagen) und verabschiedete sich mit einem 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden von seinen Fans. Die Tore erzielten Lee (19.), Meffert (69.) und Wahl (77.).

las/cfl

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