Elfmeter in der Nachspielzeit bringt Berlin den Sieg

Dardai: "Das hat der Köpke clever ausgenutzt"

Pal Dardai

War durchaus zufrieden: Berlins Trainer Pal Dardai. imago images

"Wir sind dreimal nach Gegentoren zurückgekommen und haben am Ende das Spiel gewonnen", formulierte Manager Michael Preetz am "Sky"-Mikrofon eine Begründung, warum der 4:3-Erfolg über den FC Augsburg "unter dem Strich ein verdienter Sieg" gewesen sei. Der zu Saisonende scheidende Trainer Pal Dardai fokussierte sich zunächst auf die ersten 20 Minuten. Diese hätte sein Team "verschenkt und einfach schlecht gespielt - das war nicht okay". Die zweite Hälfte war im Gegensatz dazu "richtig gut: Wir haben ein sehr gutes Positions- und Ballbesitzspiel gezeigt und clevere sowie schöne Tore erzielt". Ergo: "Wir sind zufrieden."

Ibisevic kritisiert zu einfache Gegentore

Ähnlich sah es sein Spielführer: Vedad Ibisevic kritisierte zunächst ebenfalls die ersten 20 Minuten, danach hätte die Hertha aber "gut gespielt und die Partie kontrolliert". Ein wenig Kritik hatte der Bosnier anschließend für die Abwehrleistung übrig, schließlich "haben wir immer wieder zu einfach die Tore kassiert". Letztlich konnte man in Berlin darüber aber hinwegsehen, denn wir "kamen immer wieder zurück". Dafür, dass beide Teams mit hochgeklapptem Visier aufgelaufen und insgesamt sieben Treffer erzielt hatten, gab es nach Ansicht Ibisevics eine ganz logische Erklärung: "Solche Spiele können nur entstehen, wenn kein Druck da ist. Beide Mannschaften spielen mehr oder weniger um nichts, nur noch um die Ehre. Das haben wir alle heute genossen."

Dass der Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt fiel, sorgte zudem noch einmal für ein wenig Gesprächsstoff: Selbst für Preetz war es "schwer zu sagen, ob es ein Elfmeter war". Allerdings, und das betonte er, "haben wir heute ja alle Möglichkeiten, das zu überprüfen. Und das haben die in Köln sicherlich gemacht." Dardai legte sich stattdessen direkt fest. Das Foul von Reece Oxford an Pascal Köpke sei elfmeterreif gewesen: "Es war ein unnötiger Kontakt vom Gegner, das hat der Köpke clever ausgenutzt. Den muss man nicht pfeifen, kann man aber."

Am Ende glücklicher

Nachdem eine ähnliche Situation in Durchgang eins, Oxford hatte einen Schuss von Valentino Lazaro geblockt und den Österreicher anschließend voll getroffen, nicht zu einem Strafstoß geführt hatte, sei "doch alles gerecht", meinte Ibisevic. Letztlich freute sich der Kapitän über "ein Fußballfest", fügte aber ehrlicherweise an: "Wir waren am Ende ein wenig glücklicher."

kög

Bilder zur Partie FC Augsburg - Hertha BSC