Hachings Präsident Schwabl feiert Klassenerhalt tanzend

Marseiler kennt "seinen guten Schuss" - Atalans Kritik

SpVgg Unterhaching

Ein seltenes Bild im Jahr 2019: Die SpVgg Unterhaching bejubelt ein Tor. imago images

Seit dem 4. März und einem 1:0 über Würzburg hatte Haching kein Spiel in Liga drei mehr gewonnen, die Abstiegszone war vor dem Duell mit Lotte bedenklich nahe gerückt. Doch die Oberbayern hielten der immensen Drucksituation stand und lösten die Aufgabe durch ein 3:0 letztlich leidlich souverän.

Luca Marseiler entspannte die Lage im Sportpark aus Sicht der Hausherren mit seiner frühen Bogenlampe zum 1:0 und war auch sonst einer der Protagonisten der SpVgg. Nach Schlusspfiff erfuhr der lange verletzte Offensivmann erst im Interview mit "Magenta Sport", dass der Ligaverbleib in trockenen Tüchern ist. "Ist es sicher schon? Dann freut mich das natürlich", sagte der Blondschopf. "Ich weiß, dass ich einen guten Schuss habe und habe mir das in jedem Spiel erarbeitet. Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Es war ein gutes Spiel von uns." Nach jedem Training "wichst" Marseiler nach eigener Aussage noch fünf bis zehn Schüsse aufs Tor - eine Maßnahme, die sich am Samstag auszahlte.

die letzten 10 Spiele - SpVgg Unterhaching
Osnabrück (A)
1
:
4
Lotte (H)
3
:
0
K'lautern (A)
4
:
0
Jena (H)
0
:
1
F. Köln (A)
1
:
1
Zwickau (H)
0
:
1
Würzburg (H)
0
:
3
Karlsruhe (A)
4
:
0
Halle (H)
0
:
0
Münster (A)
3
:
0
alle Termine
die letzten 10 Spiele - Sportfreunde Lotte
Würzburg (H)
1
:
2
Haching (A)
3
:
0
Wehen (H)
0
:
1
Rostock (A)
0
:
0
Cottbus (H)
0
:
3
Aalen (A)
1
:
2
Uerdingen (H)
1
:
3
Osnabrück (A)
1
:
0
Braunschweig (H)
0
:
1
K'lautern (H)
0
:
2
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Spielersteckbrief L. Marseiler
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Während die Hachinger in ihren Mobiltelefonen das Saisonfinale durchrechneten, freute sich Trainer Claus Schromm über den Ausgang des Lotte-Spiels. Ein Ergebnis des guten Zusammenhaltes, so Schromm, der sichtlich erleichtert war. "Wir wollten früher ins Ziel kommen und es ist viel Arbeit liegen geblieben. Jetzt heißt es arbeiten", richtete der 50-Jährige den Blick schon voraus auf die kommende Saison. Seine Spieler tanzten mit Präsident Manfred Schwabl und ihren Fans indes auf dem Rasen noch das eine oder andere Jubeltänzchen. Gelöste Stimmung in Haching, während die Sportfreunde nun mit dem Rücken zur Wand stehen.

Atalan: "Die Quittung für die Transferpolitik"

Trainer Ismail Atalan sprach von großer Leere, aber auch von der Quittung "für die Transfers der letzten zwei Jahre". "Wenn man nur 30 Tore schießt, dann ist das nicht immer nur die Einstellung. Man muss das nüchtern betrachten: Wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen." Die Rote Karte für seinen Defensivmann Matthias Rahn wegen groben Foulspiels noch vor der Pause sei "keine Fehlentscheidung" gewesen, so Atalan. "Die kann man auch geben", sagte der Trainer. Ein Tor zu erzielen sei danach schwer gewesen.

Was macht Lotte noch Hoffnung vor dem "Finale" gegen Würzburg? "Ich gebe niemals auf, ich wusste, dass es ein Himmelfahrtskommando wird", beschrieb der erst vor fünf Spielen zurückgeholte Fußballlehrer. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nach Runde 37 drei Punkte. Lotte muss gewinnen, Jena (gegen das gerettete 1860 München) und Großaspach (bei Absteiger Fortuna Köln) verlieren.

aho

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