Bell beim FSV momentan außen vor

Mainzer Rarität: Zweimal links in der Mitte

Hack (l.) und Niakhaté

Innenverteidiger-Duo seit drei Spielen: Die Mainzer Alexander Hack (l.) und Moussa Niakhaté. imago

"Das ist doch nur ungewöhnlich, weil es mehr Rechtsfüßer gibt auf dieser Welt", sagt Schwarz. Wenn sie in der Innenverteidigung nebeneinander spielen, wird es selten zum Thema. Zwei Linksfüßer haben hingegen einen gewissen Seltenheitswert. Allerdings setzt auch der kommende Gegner gelegentlich darauf, "ab und zu läuft Martin Hinteregger in der Eintracht-Dreierkette rechts dort auf", betont Schwarz.

In Mainz bilden Hack und Niakhaté seit drei Spielen das Innenverteidigerduo, wobei der Franzose nun regelmäßig über rechts kommt. "Die Trainingseindrücke haben den Ausschlag gegeben", erläutert Schwarz. In den beiden vorigen Partien hatte Niakhaté an der Seite der beiden Rechtsfüßer von Niko Bungert und Stefan Bell über links gespielt.

Spielersteckbrief Bell

Bell Stefan

Spielersteckbrief Hack

Hack Alexander

Spielersteckbrief Niakhaté

Niakhaté Moussa

Trainersteckbrief Schwarz

Schwarz Sandro

Zuletzt hielt Schwarz an Hack fest, obwohl dieser nicht fehlerfrei war. Auch beim 3:3 gegen Leipzig leitete er mit seinem Ballverlust im Mittelfeld das 0:1 ein. "Solche Fehler dürfen einfach nicht passieren", stellte er selbstkritisch fest und freute sich darüber, dass sein Team "mit brutal viel Leidenschaft" noch ein 3:3 herausholte, obwohl der FSV gleich zweimal mit zwei Toren zurückgelegen hatte.

Eines davon gelang Niakhaté, es war sein erstes Bundesligator. Damit hat der FSV 2018/19 nun zehn verschiedene Torschützen, was den Ligatiefstwert darstellt. Allerdings kann auch Frankfurt nur mit elf verschiedenen Schützen aufwarten, genauso wie Hertha, Hannover und Stuttgart.

Hack wohl auch in Frankfurt in der Anfangsformation

Trotz der wechselhaften Leistung besitzt Hack gute Karten, am Sonntag beim Nachbarschaftsduell in Frankfurt (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in der Startelf zu stehen. Wovon bei Bell keine Rede sein kann, der 27-Jährige gehörte zuletzt zweimal hintereinander noch nicht einmal zum 18er-Kader. Auf der Bank saß jeweils Niko Bungert.

Michael Ebert