Die vom italienischen Verband initiierte Sanktion gilt weltweit

Strippenzieher außer Dienst: FIFA sperrt Raiola für drei Monate

Mino Raiola

Für ihn gab es von der FIFA schlechte Nachrichten: Spielerberater Mino Raiola. imago images

Zlatan Ibrahimovic, Paul Pogba und Romelu Lukaku sind nur drei Topstars, die in Sachen Verhandlungsgeschick auf die Dienste Raiolas bauen. Als Strippenzieher spektakulärer wie lukrativer Transfers machte der gebürtige Süditaliener sich einen Namen - und setzte dabei immer wieder auf umstrittene Methoden (wie z.B. im Vorfeld des Transfers von Henrikh Mkhitaryan von Borussia Dortmund zu Arsenal). In der kommenden Transferperiode werden Raiola aber nach aktuellem Stand die Hände gebunden sein: Infolge eines Vorstoßes des italienischen Verbands FIGC sperrte die FIFA den Berater für drei Monate, auch sein Cousin Vincenzo soll für zwei Monate aus dem Verkehr gezogen werden.

Raiola wittert einen Komplott - Berufung geplant

FIFA und FIGC machten keine Angaben über die Gründe der Sperre. Raiola witterte jedoch gleich einen Komplott und erklärte auf seinem Twitter-Account, dass er die Strafe von "politischem Willen" beeinflusst sehe. Die in Italien initiierte Sanktion sei eine Retourkutsche für seine jüngste Kritik am italienischen Verband: "Ich werde gegen diese Ungerechtigkeit vor jedem möglichen Gericht vorgehen."

Sollte die Sperre Bestand haben, dürfte Raiola für den Großteil der Sommer-Transferperiode keine Transfers abwickeln. Sein nächster großer Coup sollte der Wechsel des weltweit begehrten Abwehrjuwels Mathijs de Ligt von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona werden - laut "Marca" sind die Verhandlungen wegen überzogener Forderungen Raiolas jüngst jedoch ins Stocken gekommen.

Alles begann in einer Pizzeria: Lesen Sie hier ein Porträt des Strippenziehers Mino Raiola.

jum/sid