Gladbach: Trainer kann Ex-Klub in die 2. Liga schicken

Heckings heikle Rückkehr

Dieter Hecking

Von 2009 bis 2012 Trainer beim 1. FC Nürnberg: Dieter Hecking. imago images

Und da Gladbach die drei Punkte im Kampf um Europa zwingend benötigt, lässt der Coach auch keinerlei Zweifel daran, dass er seine Elf voll auf Sieg ausrichten wird. "Wir wollen das Spiel gewinnen. Und ich glaube nicht, dass eine Niederlage gegen uns der Grund dafür wäre, warum der Club absteigt. Da wären auch die 32 Spieltage zuvor mitentscheidend", erklärt Hecking. "Schade für einen Verein wie den 1. FC Nürnberg" fände der Trainer den Abstieg seines Ex-Klubs. Gleichzeitig warnt er aber auch seine Mannschaft: "Die Hoffnung in Nürnberg wird erst erloschen sein, wenn es auch rechnerisch besiegelt ist. Am Samstag werden die Nürnberger sicherlich alles probieren, ihre letzte Chance zu wahren und den Abstieg mit einem Sieg gegen uns noch einmal abzuwenden."

Im Vergleich zum glücklichen 2:2 gegen die TSG Hoffenheim könnte Hecking der Borussia morgen ein anderes Gesicht verleihen, strukturell und personell. Denkbar ist, dass statt des zuletzt praktizierten 3-5-2-Systems zur alten 4-3-3-Grundordnung zurückgekehrt wird. Im 4-3-3, auf das gegen Hoffenheim nach der Pause umgestellt wurde, waren die Fohlen griffiger und besser organisiert. Damit einhergehend ist auch denkbar, dass zum Beispiel Ibrahima Traoré oder Jordan Beyer, vielleicht sogar 2:2-Torschütze Josip Drmic, eine Chance von Beginn an erhalten könnten. Alle drei sorgten nach ihren Einwechslungen für neue Impulse. Definitiv ins Team rutschen wird Christoph Kramer. Der Mittelfeldspieler hat seine Gelbsperre abgesessen.

"Und das wird auch am Samstag unser Ansatz sein"

Die letzten 20 Minuten gegen Hoffenheim sollen der in der Krise befindlichen Mannschaft nochmal einen Schub verleihen, so Heckings Hoffnung vor dem Saisonendspurt. "Ich glaube, dass die Mannschaft aus dieser Schlussphase positive Energie gezogen hat. Sie hat gemerkt, dass sie selbst wieder das Heft des Handels in die Hand nehmen muss. Und das wird auch am Samstag unser Ansatz sein", kündigt der 54-Jährige an.

Jan Lustig