Kampl gegen Bayern gesperrt, Laimer angeschlagen

Rangnick erinnert an 2018 - Chance für Demme?

Diego Demme

Könnte erstmals seit Wochen wieder in der Startelf stehen: Diego Demme. imago images

Für Ralf Rangnick steht jedoch zunächst einmal das Ligaduell im absoluten Fokus. "Wir wollen aus ganz persönlichem Ehrgeiz das Spiel am Samstag gewinnen und wissen natürlich auch, dass ein möglicherweise erfolgreicher Ausgang am Samstag auch eine psychologische Auswirkung auf das Pokalfinale haben kann", sagt der RB-Coach am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz. Und so werde man das Spiel angehen, so Rangnick weiter, "wir werden versuchen, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen. Dass wir das zu Hause gegen Bayern schon geschafft haben (RB gewann am 18. März 2018 gegen die Bayern mit 2:1, Anm. d. Red.), hilft auch." Dass die Aufgabe sehr schwer wird, darüber ist man sich in Leipzig im Klaren. Um zu bestehen, "wird entscheidend sein, dass wir möglichst wenig Chancen zulassen", so der RB-Trainer. In den jüngsten drei Ligapartien in Mönchengladbach (2:1), gegen Freiburg (2:1) und in Mainz (3:3) funktionierte die Defensive nicht mehr ganz so gut und RB ließ nach Ansicht Rangnicks zu viele gegnerische Torschüsse zu. Dass das gegen die Bayern besser werden müsse, "das haben wir der Mannschaft diese Woche auch nochmal vor Augen geführt". Wenn man - wie etwa jüngst in Mainz - den Bayern 14 Torschüsse gestatte, werde es wohl das eine oder andere Gegentor gegeben, so Rangnick. Personell muss Rangnick gegenüber dem Spiel in Mainz eine Änderung vornehmen. Kevin Kampl fehlt wegen der 5. Gelben Karte. An seiner statt könnte Diego Demme wieder mal eine Chance von Beginn an bekommen könnte, nachdem der 27-Jährige zuletzt am 23. Spieltag gegen Hoffenheim (1:1) in der Startelf stand. "Es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, dass Diego auf dieser Position spielt", sagt Rangnick, auch wenn er noch über weitere Optionen bei der Besetzung des defensiven Mittelfeldes verfüge. Etwa Konrad Laimer, auch wenn der am Donnerstag wegen einer Oberschenkel-Prellung nicht trainieren konnte.

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Timo Werner wird - Gesundheit vorausgesetzt - gegen die Bayern auf jeden Fall auflaufen. Zur Zukunft des Nationalstürmers und dessen Verbleib in Leipzig über den Sommer hinaus sagte Rangnick am Donnerstag: "Unsere Position ist absolut unverändert, sie wird sich auch nicht ändern. Wir wollen nicht, dass wir in ein letztes Vertragsjahr gehen mit Timo Werner, ohne dass der Vertrag vorher verlängert worden ist. Diese Meinung habe ich nach wie vor. Wenn ich aber gefragt werde, ob ich zu 100 Prozent ausschließen kann, dass wir in eine Saison gehen und Timo den Vertrag nicht verlängert hat, kann ich das formaljuristisch natürlich nicht mit Nein beantworten." Was man bei RB wolle, sei indes weiterhin klar, fügte der Trainer an. "Wir wollen, dass Timo bleibt und den Vertrag verlängert. Und wenn er das nicht tut, dann streben alle Beteiligten eine Lösung an, wobei Timo dann im Sommer zu einem anderen Verein wechselt, und das zu einer marktüblichen Ablöse." Rangnick bestätigte auch, dass es mit Werner und seinem Umfeld eine Absprache gebe, dass man nicht in ein letztes Vertragsjahr gehe.

Was seine eigene Zukunft bei RB und eventuelle künftige Aufgaben angeht (der kicker berichtete exklusiv), sagte Rangnick: "Ich habe hier noch zwei Jahre Vertrag, und ich habe vor, diesen Vertrag auch zu erfüllen. Und mein Verhältnis zu Oliver Mintzlaff ist genauso, wie es immer war. Wir tauschen uns über alle relevanten Themen ganz regelmäßig aus, sind nicht immer in allen Bereichen einer Meinung, versuchen aber, im Sinne des Vereins die bestmögliche Lösung zu finden und die dann auch gemeinsam zu vertreten."

Andreas Hunzinger

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