Liverpool: Ersatzmann sorgt für das entscheidende Tor

Nur auf den ersten Blick pfiffig: Alexander-Arnolds und Origis Coup

Origi gibt ter Stegen das Nachsehen

Der Moment der Entscheidung: Divock Origi überwindet Marc-André ter Stegen zum 4:0. Getty Images

Sieben Minuten waren gespielt, da stand Origi goldrichtig. Der deutsche Keeper Marc-André ter Stegen wehrte einen Schuss von Reds-Kapitän Jordan Henderson gerade noch ab, der Belgier stand da, wo ein Torjäger stehen muss und staubte zum 1:0 ab - Origi war somit Initiator eines phänomenalen Sieges gegen einen vorher scheinbar übermächtigen Gegner. "Das ist schwer in Worte zu fassen, das ist einfach nur unglaublich. Unglaublich. Ein unglaublicher Abend. Natürlich haben hier heute auch unsere Fans eine große Rolle gespielt, sie haben uns getragen", sagte Origi hinterher gegenüber "Sky".

Vor dem Spiel habe ich noch lange mit meiner Familie gesprochen - und sie haben mir gesagt, dass das heute mein Abend wird.

Divock Origi

Der in der vergangenen Saison an den VfL Wolfsburg ausgeliehene Stürmer, durch die Ausfälle von Mo Salah und Roberto Firmino von Jürgen Klopp in die Startelf nominiert, weiter: "Vor dem Spiel habe ich noch lange mit meiner Familie gesprochen - und sie haben mir gesagt, dass das heute mein Abend wird. Unfassbar, dass es dann auch geklappt hat." Geklappt hat es kurz nach der Pause auch beim mit Wiederanpfiff für den angeschlagenen Andrew Robertson eingewechselten Georginio Wijnaldum, der binnen zwei Minuten auf 3:0 erhöhte (54., 56.) und damit das Hinspielergebnis zunächst egalisierte.

"Einstudiert": Alexander-Arnolds und Origis 4:0

Und in der Schlussphase schlug noch einmal die Stunde Origis, der bei einem Geistesblitz von Trent Alexander-Arnold im Gegensatz zur schlafmützigen Barça-Abwehr hellwach war: Nach kurzem Blickkontakt mit dem Verteidiger, der zunächst so tat, als wollte er die Ausführung des Eckstoßes jemand anderem überlassen (nämlich dem heranspazierenden Shaqiri) und dies dann doch schnell selbst erledigte, platzierte der 24-Jährige den Ball reaktionsschnell in optimaler Schusshaltung gegen nicht weniger als neun (!) im Strafraum versammelte und höchst verdutzte Katalanen perfekt hoch ins linke Eck (79.). "Die Eckballvariante probieren wir immer mal wieder im Training, das war schon auch einstudiert. Dass es dann geklappt hat, ist natürlich großartig", freute sich Origi diebisch.

Das 4:0 der Reds war ein echter Coup - Alexander-Arnolds und Origis Zusammenspiel ebenfalls.

jch

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