Drei Jahre nach dem eSport-Einstieg

Schalke eSports - Zukunftsmodell Breitensport

Schalke und der Breitensport. Bei S04 plant man zukünftig für FIFA eine neue Ausrichtung.

Schalke und der Breitensport. Bei S04 plant man zukünftig für FIFA eine neue Ausrichtung. kicker eSport

Der Erfolg kann auch mal ein Jahr warten, erzählte uns Tim Reichert, Chief Gaming Officer beim FC Schalke - zumindest in FIFA. Der Druck liegt in diesem Fall bei S04 ausnahmsweise mal nicht auf dem grünen Rasen. "Es hat business-seitig bislang eine andere Relevanz als League of Legends", so Reichert. "Es ist sehr schön mit anzusehen, wie gut unser Engagement in dem Bereich von jungen Leuten angenommen wird, die FIFA auch regelmäßig spielen. Es ist fantastisch für die Fanbindung. Wir haben Community-Turniere und mit Tim Schwartmann eine fantastische Entdeckung gemacht, aber es ist strategisch anders zu betrachten."

Die Strategie führt Schalke weiter. Weg vom profitgetriebenen Ergebnisfußball und hin zum Breitensport, denn das soll zukünftig stärker im Mittelpunkt stehen. Zwar sind Erfolge im Schalke eSport auch bei FIFA und PES erwünscht, aber der virtuelle Ball ist bei S04 eher zur Fanbindung da, und das wird auch in der Planung für die Zukunft deutlich. Die großen Events möchte man im eFootball zwar besetzen, doch die Ausrichtung wird im kommenden Jahr neu justiert. "Der Breitensport wird in Zukunft sicher nicht zu kurz kommen", verspricht Reichert. "Wir möchten den Leuten das Thema Gaming/Casual Gaming mit auf den Weg geben und wie man damit umgeht. Das ist etwas, was wir verstärkt angehen wollen in der Zukunft und wozu wir auch gerade Vorbereitungen treffen."

Schalke will und muss vermutlich auch den eFootball weiter im Portfolio haben, einen kompletten Bruch mit dem Profi-eFootball wird es nicht geben. Man darf dennoch gespannt sein, wie auf Schalke der Breitensport zukünftig angegangen wird, ohne seine eSportler nur mitlaufen zu lassen.

Nicole Lange

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