"57, 58 Punkte reichen wahrscheinlich für den direkten Aufstieg"

Union Berlin mittendrin im Schneckenrennen

Union Berlin

Leere nach dem Spiel in Darmstadt: Suleiman Abdullahi, Joshua Mees und Ken Reichel. imago images

Es war eine ganz bittere Auswärtsfahrt nach Darmstadt. Die über weite Strecken optisch überlegenen Köpenicker entwickelten zu spät richtig Wucht und mussten schließlich eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Damit konnte Union die Vorlagen nicht nutzen, die der SC Paderborn und der HSV mit ihren Niederlagen geliefert hatten. Statt des 2. Platzes und der theoretischen Chance, im letzten Heimspiel gegen Magdeburg den Aufstieg perfekt machen zu können, beteiligen sich auch die Eisernen am Schneckenrennen um die Aufstiegsplätze.

"Wenn alle Teams vorn nicht konstant punkten, reichen in diesem Jahr wahrscheinlich 57, 58 Punkte für den direkten Aufstieg", rechnet Linksverteidiger Ken Reichel vor. "Das ist Wahnsinn. Wir müssen uns straffen. Aber wir haben noch alle Möglichkeiten. Wir müssen das Spiel in Darmstadt so schnell wie möglich abhaken."

Vor allem das Ergebnis, denn mit der Leistung war Trainer Urs Fischer nicht ganz unzufrieden. "Wenn man sich das Resultat anschaut, entspricht das bei weitem nicht dem Spielverlauf. Aber so ist Fußball", sagte der Schweizer und musste feststellen: "Wir haben uns genügend Tormöglichkeiten erspielt. Wenn man die Tore allerdings nicht schießt, muss man sich nicht wundern, dass man das Spiel verliert."

Fans machen mobil

Beruhigend aus Union-Sicht: Auch die anderen Aufstiegskandidaten (SCP, HSV, Heidenheim, St. Pauli) haben am Wochenende verloren. Alle scheinen Probleme mit der letzten Hürde zu haben. Nach nur einem Sieg in den vergangenen sieben Spielen haben die Eisernen den direkten Aufstieg vor dem vorletzten Spieltag nicht mehr in der eigenen Hand, müssen auf einen HSV-Sieg im Aufstiegsduell in Paderborn hoffen - und gleichzeitig natürlich selbst gewinnen.

Das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) im Stadion An der Alten Försterei ist bereits seit Wochen restlos ausverkauft. Zudem machen die Union-Fans längst mobil für das letzte Auswärtsspiel am 19. Mai beim VfL Bochum. Mindestens 5000 Anhänger werden die Daumen drücken, damit ihrem Team der erste Aufstieg in die Bundesliga gelingt.

cfl/mk

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