Cordoba als Entdeckung und Gewinner der Saison

Aufatmen und Dank an Anfang: Köln steigt wie ein Meister auf

Timo Horn

Wieder erstklassig: Torwart Timo Horn und der 1. FC Köln sind zurück in der Bundesliga. imago images

"Das ist Markus Anfangs Aufstieg", formulierte dessen Nachfolger André Pawlak ohne Umschweife nach dem Schlusspfiff in Fürth, "wir haben es über die Ziellinie gebracht, aber der Glückwunsch geht an die Mannschaft und das alte Trainerteam". Der Druck, der seit Beginn dieser Saison auf dem Verein lastete, entwich auch in Fürth nur zögerlich, von einer enthemmten Feier konnte nicht die Rede sein, wenngleich Marco Höger und Timo Horn am Sky-Mikrofon keinen Hehl daraus machten, emotional angefasst zu sein. Horn: "Es ist ein besonderer Moment, gerade für die Spieler, die nach dem Abstieg hier geblieben sind. Es bedeutet mir unheimlich viel, wieder in der ersten Liga Fußball zu spielen."

Erleichterung merkte man allen Beteiligten daran an, dass die Vorstellung in Fürth zu einer souveränen Gala wurde. "Wir haben gespielt wie ein Aufsteiger und ein Zeichen gesetzt", führte ein stolzer Timo Horn an. In der Tat: Der FC zitterte nicht über die Ziellinie, er stürmte über dieses letzte Hindernis, dank einer kompakten Mannschaftsleistung mit einem Jhon Cordoba, der nicht nur wegen seiner drei Treffer beim 4:0 durchaus als Entdeckung und Gewinner der Saison bezeichnet werden darf.

Spielersteckbrief T. Horn

Horn Timo

Spielersteckbrief Höger

Höger Marco

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Köln
62
2
SC Paderborn 07
54
3
1. FC Union Berlin
53
Trainersteckbrief Pawlak

Pawlak André

Es ist ein besonderer Moment, gerade für die Spieler, die nach dem Abstieg geblieben sind.

Torwart Timo Horn

Auch den Spielern war es ein Anliegen, dem alten Trainer noch einmal deutlich zu machen, dass es vor allen Dingen Markus Anfangs Aufstieg war - auch wenn der sich letztlich nichts mehr dafür kaufen kann. "Es war wohl richtig, noch einmal einen neuen Reiz zu setzen", führte Marco Höger an und ergänzte selbstkritisch: "Genau das haben wir zu wenig auf den Platz gebracht. Das alte Trainerteam hat einen riesigen Anteil am Aufstieg, wir standen ja auch mit ihnen die ganze Zeit oben. Wir hätten mit Sicherheit auch mit ihnen den Aufstieg gepackt. Glückwunsch an sie."

Ruhe in der Defensivzentrale - und im Klub

Wie geht es nun weiter? Der FC hat Planungssicherheit, früher als andere Klubs, mit denen man sich in der kommenden Saison im unteren Tabellendrittel treffen wird. Drei Teams müssen die Kölner im Idealfall hinter sich lassen, dafür braucht es in erster Linie Stabilität in der Defensiv-Zentrale.

Und vor allen Dingen im Klub. Armin Veh muss dazu beitragen, indem er in der Trainerfrage die richtige Antwort zur richtigen Zeit findet. Wenn sich dann noch der Rest der aufgeregten Herren im Hintergrund auf ein Miteinander besinnt, sieht die Zukunft möglicherweise gar nicht so übel aus.

Frank Lußem

"Kölle Alaaf": Kölns Weg zurück in die Bundesliga