Rose geht mit dem Double - Proteste gegen Nachfolger

Meister Salzburg hofft auf Champions League ohne Quali

RB Salzburg jubelt in Wien

Nummer sechs am Stück: RB Salzburg ist wieder Meister. imago images

Der Ex-Bremer Zlatko Junuzovic sprach von einer "überragenden Mannschaft und überragenden Charakteren", Trainer Marco Rose davon, sich "jetzt in den Bus" setzen und "wieder irgendeine Tankstelle ansteuern" zu wollen: RB Salzburg ist am Sonntag Meister geworden, zum sechsten Mal hintereinander.

Mit einem 2:1-Sieg bei Austria Wien schaffte der Serien-Champion schon am viertletzten Spieltag Gewissheit: Der künftige Leipziger Hannes Wolf erzielte in der 86. Minute den Siegtreffer, nachdem Xaver Schlager (81.) die Führung der Gastgeber (Dominik Prokop, 71.) ausgeglichen hatte. Erst am Mittwoch hatte sich RB gegen Rapid Wien (2:0) den Pokalsieg gesichert. "Einfach eine tolle Woche für uns", schwärmte deshalb Rose, der zur neuen Saison bei Borussia Mönchengladbach übernimmt.

"Nein zu Marsch", stand zuletzt auf einem Transparent

Sein Nachfolger wird es nicht leicht haben: Gegen Jesse Marsch, den bisherigen Assistenten von Ralf Rangnick von RB Leipzig, formiert sich bereits Widerstand bei einigen Fans - "Nein zu Marsch", war im letzten Heimspiel auf einem Transparent zu lesen. Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund dementiert den Verdacht, mit Marsch könnte auch Rangnick wieder Einfluss in Salzburg geltend machen: "Davon kann keine Rede sein."

Offen ist noch, ob Marsch einen Champions-League-Teilnehmer übernimmt. Weil Österreich als Elfter der UEFA-Fünfjahreswertung in die Saison ging, erhält der diesjährige Meister zwar ein Direktticket für die Gruppenphase, wenn sich der Champions-League-Sieger wie in den letzten Jahren schon über die heimische Liga qualifiziert. Doch das könnte Ajax Amsterdam noch verhindern: Holen die Niederländer den Henkelpott, müsste Salzburg wieder einmal in die CL-Qualifikation, in der sie vorigen Sommer zum elften Mal gescheitert waren.

jpe