Bundesliga

Videoschiedsrichter Perl: "Fahrlässig von mir"

Was beim Rekik-Handspiel im "Kölner Keller" ablief

Videoschiedsrichter Perl: "Fahrlässig von mir"

Günter Perl

Hat das Handspiel von Karim Rekik nach eigenen Angaben übersehen: VAR Günter Perl. imago images

Diese Szene in Berlin sorgte für Aufregung: Hertha-Verteidiger Rekik wehrte einen Ball in Torwartmanier mit der Hand ab - doch Schiedsrichter Daniel Schlager erkannte die Situation nicht, und auch Perl, der als Video Assistant Referee (VAR) eingesetzt war, meldete sich nicht zu Wort.

"Er hat es einfach nicht gesehen", erklärte Dr. Jochen Drees, der VAR-Projektleiter beim DFB, noch am Samstagabend. Es seien "Menschen und keine Maschinen" am Werk.

Inzwischen hat sich Videoschiedsrichter Perl selbst zum Handspiel geäußert und erklärt, was im "Kölner Keller" los war. "Es war fahrlässig von mir. Zeitgleich fand ein potenzielles Foul in Herthas Strafraum statt. Dieses wurde von uns überprüft, dabei haben wir das Handspiel von Rekik übersehen", sagte Perl der "Bild"-Zeitung.

Und weiter: "Das Handspiel haben wir erst zwei Minuten später auf den Bildschirmen gesehen. 'Schöne Scheiße', habe ich mir gedacht. So etwas nehme ich natürlich mit nach Hause." Es sei im Ablauf sehr "ungewöhnlich" gewesen, dass keiner der Schiedsrichter im Videoraum die Szene im Blick gehabt habe, sagte der Referee. "Aber das darf keine Ausrede sein."

cfl/dpa

Bilder zur Partie Hertha BSC - VfB Stuttgart