Würzburg zu Gast bei formstarken Thüringern

Schiele: "Müssen das Selbstvertrauen von Jena brechen"

Michael Schiele

Freut sich auf das Gastspiel in Jena: Würzburgs Trainer Michael Schiele. imago images

48 Punkte hat Würzburg in der 3. Liga auf dem Konto und rangiert nach 35 Spieltagen damit auf dem siebten Tabellenplatz. Aufgrund der bis zu Saisonende stattfindenden Parallelbegegnungen können die Franken damit nicht mehr unter den ominösen Strich rutschen - ganz im Gegensatz zum kommenden Gegner. Jena, derzeit mit einem Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf dem 15. Rang, hat es gegen Würzburg allerdings selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu realisieren.

Dass die Thüringer derzeit so famos unterwegs sind, schreibt Schiele seinem Gegenüber Lukas Kwasniok zu: "Er hat sehr viel Druck gehabt, der Kollege Kwasniok. Er stand schon auf der Kippe und dann hat er diese Serie gestartet." Mit zwölf Punkten aus den letzten vier Partien, der Maximalausbeute, befinden sich die Jenaer nicht nur in bester Gesellschaft mit dem frisch gekürten Meister VfL Osnabrück, die Thüringer gingen damit im Tabellenkeller zudem auf die Überholspur.

3. Liga - 36. Spieltag
36. Spieltag
3. Liga Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Osnabrück
76
2
Karlsruher SC
68
3
SV Wehen Wiesbaden
64
4
Hallescher FC
60
5
Hansa Rostock
53
6
Preußen Münster
52
7
Würzburger Kickers
51
8
FSV Zwickau
49
9
1. FC Kaiserslautern
48
Tabelle 3. Liga

Er stand schon auf der Kippe und dann hat er diese Serie gestartet.

Michael Schiele über Trainerkollege Lukas Kwasniok

"Wir müssen dieses Selbstvertrauen von Jena brechen", lautet der Matchplan von Schiele. Die Gastgeber laufen durch "die vielen Punkte und gewonnenen Spiele" mit einer breiten Brust auf und wollen zudem die Heimserie von fünf Partien ohne Niederlage weiter ausbauen. Genau diese Konstellation findet Schiele allerdings "sehr interessant. Wir freuen uns drauf."

Während der Coach gegen Jena wieder auf die zuletzt gesperrten Fabio Kaufmann und Patrick Sontheimer zurückgreifen kann, muss er allerdings auf Kapitän Sebastian Schuppan verzichten (zehnte Gelbe Karte). Die Hoffnung ist groß, "dass wir den 18er-Kader diesmal wieder voll bekommen", freut sich Schiele, im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Fortuna Köln aus der Vorwoche mit mehr als 17 Akteuren antreten zu können. Schließlich sei "Caniggia Elva wieder fit und kann spielen, auch Patrick Drewes macht schon große Fortschritte". Gedulden muss sich der 41-Jährige bei Phil Ofosu-Ayeh, auch Leonhard Langhans sei noch keine Option.

kög

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