Augsburg hat den Trubel beinahe komplett überstanden

Hahn: "In Hamburg war's viel schlimmer"

André Hahn

Vergleicht den FCA nicht das erste Mal mit dem HSV: André Hahn. imago images

Der FC Augsburg steht kurz davor, den Klassenerhalt einzutüten. Das kann am Samstag mithilfe des VfB Stuttgart gelingen, wenn die Schwaben in Berlin verlieren sollten; oder spätestens am Sonntag, wenn die Fuggerstädter auf Schalke gastieren. Dieses Duell wird, so glaubt neben Trainer Martin Schmidt auch André Hahn, "ein hartes, intensives Spiel". Aber das soll kein Hindernis sein, denn darauf sei man vorbereitet in Augsburg. Dafür sorgt der Neu-Coach schon, meint der Flügelstürmer: "Der Trainer hat eine sehr gute Ansprache. Da ist viel Energie drin."

Allerdings sei der kommunikative Aspekt, den Schmidt zweifelsfrei dieser Mannschaft mitgibt, nicht die einzige Neuerung. "Das Training ist etwas anders", sagt Hahn. Durch den Schweizer auch etwas "emotionaler", schließlich werde der 52-Jährige mal "lauter", er habe "Feuer drin" und gebe "richtig Gas". Komponenten, die dem FCA derzeit ganz guttun. Gerade nach der für Augsburger Verhältnisse schon sehr ungewöhnlich aufgeregten Saison, die neben dem Trainerwechsel auch zwei Abgänge von Spielern beinhaltet. Caiuby und Martin Hinteregger hatten sich ja danebenbenommen.

Spielersteckbrief Hahn

Hahn André

"Vielleicht hätte man früher handeln müssen"

"Sie sind zwei gute Jungs, die uns sportlich geholfen haben", erklärt Hahn, "aber sie haben sich halt nicht entsprechend verhalten." Da seien Konsequenzen nun mal unweigerlich. Aber, und da stimmt er Kollege Rhani Khedira zu, "man hätte vielleicht früher handeln müssen". Allerdings liege das nicht "in unserer Hand". Sondern in den Händen der Chef-Etage.

Trotz dieser sportlichen Verluste hat sich der FCA gefangen und den Klassenerhalt selbst auf dem Fuß. Daran änderte auch dieses für "Augsburg wahrscheinlich turbulenteste Jahr" nichts, wie der 28-Jährige erzählt: "Wir haben uns davon nicht beeinflussen lassen und versucht, dass der Trubel nicht in die Kabine reinkommt." Denn er weiß, was das anrichten kann. Schließlich komme er vom Hamburger SV, "da war's noch viel schlimmer", sagt er grinsend. Da habe man selten Ruhe im Verein gehabt. Nicht wie in Augsburg, wo eine - bis auf diese Saison - doch sehr zurückhaltende sowie eine von und nach außen gelebte Harmonie herrscht. Die, bestenfalls, spätestens am Sonntag mit dem Klassenerhalt wieder vollkommen zurückkehrt.

Georg Holzner

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