Mainzer Keeper absolvierte 269 BL-Spiele und zwölf Länderspiele

Ex-Nationaltorwart René Adler beendet seine Karriere

Torwart René Adler

Beendet nach 269 Bundesligaspielen und zwölf Länderspielen seine aktive Karriere: Torwart René Adler. imago images

Mit 34 Jahren beendet René Adler seine aktive Karriere. Es zieht damit auch die Konsequenzen aus der Knorpelverletzung, die der Ex-Nationaltorhüter vor einem Jahr im Training des 1. FSV Mainz 05 erlitt.

Bei seiner letzten Bundesligastation kam Adler, der 2017 vom Hamburger SV nach Mainz wechselte, wegen mehrerer Verletzungen lediglich auf 14 Ligaeinsätze.

Spielersteckbrief Adler

Adler René

Mit seiner Persönlichkeit hinterlässt er bei den 05-Keepern, die ausnahmslos Eigengewächse sind (Florian Müller, Robin Zentner, Jannik Huth, Finn Dahmen), dennoch einen bleibenden Eindruck. "Es ist sehr cool, dass René Adler bei uns ist, ich habe viel mitnehmen können. Mir imponiert im Alltag seine Lust auf Fußball, die er auf dem Trainingsplatz versprüht, oder wie hart er im Kraftraum arbeitet", sagt Zentner. Müller lobt die große Erfahrung des 34-Jährigen, der den wesentlich jüngeren Kollegen immer Tipps und Ratschlägen zur Seite steht.

Die Routine eignete er sich bei seinen Stationen in Hamburg, wo er zwischen 2012 und 2017 auf 117 Ligaspiele kam, und bei Bayer Leverkusen (138 Spiele zwischen 2000 und 2012) an.

Für die A-Nationalmannschaft lief Adler zwischen 2008 und 2013 zwölfmal auf. Davor hatte er in den verschiedenen U-Mannschaften das DFB-Trikot getragen.

In der WM-Qualifikation für das Endturnier 2010 in Südafrika ging Adler als Stammkeeper und war beim vorentscheidenden Spiel in Russland am 10. Oktober 2009 der Schlüssel zum 1:0-Auswärtssieg.

Am 31. Spieltag der folgenden Bundesliga-Rückrunde verletzte er sich beim 1:2 der Leverkusener in Stuttgart an der Rippe. Zwar probierte er es am 33. Spieltag gegen Hertha nochmals mit einem Spezialpanzer, doch die Verletzung war zu schwerwiegend. Adler musste operiert werden - der WM-Traum war geplatzt.

Sein Nachfolger im DFB-Dress war Manuel Neuer.

Michael Ebert

Das Verletzungspech war sein Wegbegleiter: Adler hört auf