Champions League

Klopps Gladbach-Erlebnis im Camp Nou: "Es war beeindruckend"

Liverpool: Firmino wohl einsatzfähig

Klopps Gladbach-Erlebnis im Camp Nou: "Es war beeindruckend"

Jürgen Klopp

Peilt mit dem FC Liverpool das Finale an: Trainer Jürgen Klopp. imago images

Es ist eine wesentliche Frage im Liverpooler Personalpuzzle vor dem Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona: Kann Klopp auf seinen angeschlagenen Angreifer Firmino setzen oder fällt der ehemalige Hoffenheimer aus? Im vergangenen Heimspiel gegen Huddersfield (5:0) musste der Brasilianer mit muskulären Problemen pausieren, die Reise nach Barcelona trat er aber trotzdem an. "Wenn er fit ist, wird er spielen - vielleicht", sagte Klopp mit einem breiten Grinsen. Erst am Mittwochvormittag solle die endgültige Entscheidung fallen. Dem Einsatz seines Stürmers steht aber wohl nichts entgegen: "Er ist hier und trainiert."

Wir wollen ins Finale. Wenn wir das zeigen können, wäre das cool.

Jürgen Klopp

Firmino soll beim Unterfangen der Reds mithelfen, sich in Barcelona eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen. Immerhin winkt dem derzeitigen Tabellenzweiten der Premier League der zweite Finaleinzug in Folge. "Wenn wir hier ein Remis holen, wäre das okay", erklärte Klopp, machte zugleich aber klar, trotzdem mit Volldampf spielen zu wollen. Vor allem gehe es um das richtige Auftreten: "Wir wollen ins Finale. Wenn wir das zeigen können, wäre das cool."

Acht Anläufe: Spanien-"Fluch" kein Thema

Dass seine eigene Bilanz auf spanischem Boden nicht gerade für ihn und seine Mannschaft spricht, lässt Klopp dabei kalt. In acht Anläufen mit Mainz (1x), Liverpool (2x) und Dortmund (5x) konnte er noch keinen Sieg verbuchen. Eine magere Ausbeute, die er mit großem Erstaunen von einem Journalisten dargelegt bekam. "Barcelona hat den Heimvorteil. Aber wir haben den am nächsten Dienstag", gab er die entsprechende Marschroute aus.

Wie ernst er es mit dieser Einschätzung meinte, unterstrich Klopp auch noch einmal, indem er seine "Tempel"-Kritik am Camp Nou abschwächte. Bei "DAZN" hatte er zuvor gesagt, das legendäre Stadion der Katalanen sei zwar groß, "aber ist auch nur ein Stadion und nicht irgendein Tempel oder sowas". Worte, die für viel Aufsehen gesorgt hatten, wenngleich Barça-Trainer Ernesto Valverde seinem Gegenüber sogar in Teilen zustimmte.

"Tempel"-Kritik nervt Klopp

Seine Äußerung sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, so Klopp. "Ich gebe so viele Interviews vor diesen Spielen, und ihr stürzt euch dann auf sowas", kritisierte er die bei der Pressekonferenz anwesenden Journalisten. Ihm sei sehr wohl bewusst, welche Bedeutung das Stadion habe und welch hitzige Atmosphäre sich dort entwickeln könne. "Wir haben hier noch nie gespielt. Aber wir haben hier mal ein Spiel geschaut", erinnerte er sich wie Sadio Mané an einen Weihnachtsausflug nach Barcelona. Gemeinsam habe die Mannschaft das Champions-League-Gruppenspiel zwischen Barcelona und Mönchengladbach (4:0) Anfang Dezember 2016 live im Stadion besucht. Es sei zwar um nicht mehr viel gegangen, aber: "Es war beeindruckend."

pau

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