Sieg für Misfits Premier

EU Masters: SK Gaming Prime scheitert im Finale

SK Gaming Prime schnappt sich in Leicester die Vizemeisterschaft.

SK Gaming Prime schnappt sich in Leicester die Vizemeisterschaft. ESL

Misfits Premier war im Endspiel die klar bessere Mannschaft. Angeführt vom starken Carry-Duo, bestehend aus Adam 'LIDER' Ilyasov und Matus 'Neon' Jakubcik, ließ das französische Team dem Konkurrenten keine Chance. Daran hatte auch SK Schuld. Die deutsche Mannschaft wählte in allen drei Spielen passive Midlane-Champions und gab dem gegnerischen Starakteur 'LIDER' damit zu viele Freiheiten. Die eigene Botlane erlaubte sich zudem mehrere Fehler und schon war SKs gewohnte Stärke der ersten Spielminuten verpufft. Anstatt ein paar tausend Gold vorne, wie noch in der Vorrunde gegen Misfits, lagen 'Jenax' und Co. stets hinten.

Dass SK ohne Goldvorteil zu harmlos ist, war auch in der deutschen Szene ein Problem für das Team und bewahrheitete sich erneut gegen Misfits Premier. Einzig im zweiten Spiel schien es so, als könnte SK per Splitpush-Taktik von einem Defizit zurückkommen. In den Teamkämpfen war die Komposition der Franzosen aber nicht zu knacken.

Fortsetzung von Fluch und Märchen

Ungeachtet der Pleite im Finale waren die EU Masters ein Erfolg für SK Gaming Prime. Das schwang auch in den Worten von Cheftrainer Lamine-Lounis 'Kanani' Khouani mit: "Es ist bittersüß für uns alle, 0:3 zu verlieren. Trotz der Niederlage konnten wir hoffentlich zeigen, dass Deutschland nicht unterschätzt werden sollte." Gleichzeitig setzt sich eine weniger erfreulichen Serie fort. Seit Sommer letzten Jahres ist SK sieben Mal Vizemeister geworden. Ein Titel blieb der Mannschaft dagegen stets verwehrt.

Für Misfits Premier, bei denen auch der deutsche Jungler Patrick 'Obsess' Engelmann spielt, ist der Weg zum Titel dagegen fast märchenhaft. In der französischen Liga war die Mannschaft mit vier Niederlage aus fünf Spielen in die Saison gestartet und musste drei Entscheidungsserien in Folge gewinnen, um überhaupt an den EU Masters teilzunehmen. Dort ging es durch Vorrunde, Todesgruppe und K.o.-Phase bis zum Titel.

Christian Mittweg