Nürnberg: "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand"

Kerk will den nächsten Elfmeter schießen

"Wir haben ein Riesenspiel absolviert": Nürnbergs Sebastian Kerk, rechts gegen Bayerns Serge Gnabry. imago

Am Morgen danach hatten die Spieler die erste Enttäuschung des 1:1 gegen den FC Bayern abgeschüttelt, nach dem Training verabschiedeten sie sich in einen freien Tag. Erst am Mittwoch startet der 1. FC Nürnberg mit der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. "Direkt nach dem Spiel waren wir alle traurig. Wir haben ein Riesenspiel absolviert und hätten den Sieg verdient gehabt", sagte Sebastian Kerk.

Die Stimmung? Eine Mischung aus Hadern über den von Tim Leibold vergebenen Elfmeter in der Nachspielzeit und Stolz auf die eigene Leistung. Vor allem aber ein nach vorne gerichteter Blick. "Wir brauchen zwei Siege aus den nächsten drei Spielen, sieben Punkte wären noch besser", rechnet Kerk hoch. Eine optimistische Rechnung, beinhaltet sie doch die Variable, dass der Konkurrent VfB Stuttgart dann höchstens noch ein oder zwei Punkte holen dürfte, die bessere Tordifferenz spräche bei Punktgleichheit für den Club.

Kerk: "Kopf hängen lassen bringt nichts"

Dessen Leistungen zeigen seit Wochen nach oben. Der neutrale Beobachter ahnt, was möglich gewesen wäre, hätte der Verein bei der Trainerpersonalie Michael Köllner früher die Reißleine gezogen. Mut macht die aktuelle Verfassung allemal. Kerk: "Wir machen weiter wie gewohnt, das ist der einzige Weg. Wir haben gegen Hochkaräter auf Augenhöhe gespielt, waren teilweise besser, hatten die Bayern am Rand einer Niederlage." Dennoch sei die Situation natürlich nicht einfach: "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Aber Kopf hängen lassen bringt nichts. Am Ende war es ein schlechter Spieltag für uns, trotzdem kann jeder einzelne und der Verein etwas Positives aus diesem Spiel mitnehmen."

Weniger positiv ist die miese Elfmeter-Quote, vier von sechs hat der FCN in dieser Spielzeit vergeben: Mikael Ishak, Hanno Behrens gleich zweimal, nun Leibold. "Ich", antwortet Kerk daher forsch auf die Frage, wer den nächsten schieße. Ob der dann noch etwas hilft, muss sich zeigen.

Frank Linkesch

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