Grundsteinlegung an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

BVB-Delegation mit Watzke reist nach Israel

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Ort des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: Yad Vashem in Jerusalem. imago

Mit Hans-Joachim Watzke als Vorsitzendem der Geschäftsführung an der Spitze bereist Borussia Dortmund in dieser Woche Israel. Das dichtgedrängte Programm sieht einen Besuch des Holocaust History Museums vor, eine Kranzniederlegung im Tal der Gemeinden und - voraussichtlich - auch ein Gespräch mit einem Holocaust-Überlebenden. Am Mittwoch wird die BVB-Gruppe Jerusalem besichtigen, den Fanklub "Israelische Borussen" besuchen und an der Auftaktveranstaltung zum Yom HaShoa, dem israelischen Nationalfeiertag und Gedenktag für die Opfer der Shoa, teilnehmen.

Der Donnerstag steht dann ganz im Zeichen der Grundsteinlegung für das durch Spenden aus Deutschland finanzierte "Haus der Sammlungen". Borussia Dortmund, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Volkswagen beteiligen sich daran mit je einer Million Euro. Im "Haus der Sammlungen" soll zusätzlicher Raum für die Aufbewahrung, Forschung und Restaurierung von Objekten aus der Zeit des Holocaust geschaffen werden. Der Baubeginn des 4200 qm großen Zentrum soll im August 2019 erfolgen.

"Klares Stoppschild gegen antisemitische Tendenzen"

"Als Fußballklub sollte man sich nicht nur darüber definieren, dass man versucht Tore zu schießen oder keine reinzukriegen", sagt Watzke, es sei auch wichtig, "dass man sich mitten in der Gesellschaft präsentiert". Dazu sei es nötig, "für Toleranz zu werben, gegen Geschichtsvergessenheit zu arbeiten und ein klares Stoppschild gegen antisemitische Tendenzen zu senden".

Thomas Hennecke