Mainz: Gbamin erstmals Kapitän der Nullfünfer

Hack nutzt seine Bewährungschance

Hat die richtige Reaktion gezeigt: Der Mainzer Alexander Hack.

Hat die richtige Reaktion gezeigt: Der Mainzer Alexander Hack. imago

"Wenn einer ein schlechtes Spiel macht, aber in der Trainingswoche gut reagiert, muss er nicht draußen sein", beschreibt Sandro Schwarz seine Überlegungen. Hinzu kam, dass Hack und Moussa Niakhaté beim vorigen Auswärtsspiel in Dortmund eine gute Figur gemacht hatten, zumindest nachdem Mainz auf Vierkette umgestellt hatte. Ferner war auch noch Niko Bungert nach einem zweiwöchigen Ausfall aufgrund eines grippalen Infekts erst wenige Tage vor dem Hannover-Spiel ins Mannschafttraining eingestiegen. So ergab sich aus Sicht von Schwarz die Reihenfolge: Hack, Bungert, Stefan Bell. Letzterer fiel hinten runter, gehörte in Hannover zum zweiten Mal nicht einmal zum 18er-Aufgebot.

Der stellvertretende Kapitän ist seit dem 27. Spieltag nach sechs Niederlagen in sieben Partien aus Leistungsgründen nicht mehr eingesetzt worden. 25-mal hatte Bell bis dahin die Mannschaft als Kapitän auf das Feld geführt, da Bungert nur selten von Anfang an spielt und auch in Hannover nur auf der Bank saß. Was ebenfalls für Daniel Brosinski galt. Danny Latza, der in der Vorwoche den Spielführer gab, fehlte diesmal wegen des zur Welt gekommenen Nachwuchses, sodass Gbamin sein Debüt als 05-Spielführer gab. Er erhielt den Vorzug vor Hack, der ebenfalls dem Mannschaftsrat angehört.

Schröder: "Leipzig wird ein richtig heißes Spiel"

"Wir wollen ihm damit auch indirekt weitere Verantwortung übertragen", sagt Sportvorstand Rouven Schröder und ergänzte: "Er hat die Mannschaft von der Sechserposition aus angeschoben. Die Binde sollte ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben." Im 0:1-Endstand spiegelt sich aufgrund der Slapstickeinlage von Florian Müller und Niakhaté die drückende Mainzer Überlegenheit allerdings nicht wider. Schröder hofft nun auf die Partie am Freitag gegen Leipzig (19.30 Uhr; LIVE! bei kicker.de): "Das wird ein richtig heißes Spiel. Leipzig marschiert sehr fokussiert durch die Liga. Wir sind ganz heiß, es wieder gutzumachen zu Hause, es wird nichts ausgetrudelt . . ."

Michael Ebert

Bilder zur Partie Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05