Kein Rot, dann Matchwinner, bald Vater

Arnolds dreifaches Glück

Hartes Foul: Wolfsburgs Maximilian Arnold trifft Hoffenheims Florian Grillitsch klar.

Hartes Foul: Wolfsburgs Maximilian Arnold trifft Hoffenheims Florian Grillitsch klar. imago

Vor einem Jahr kämpfte der VfL Wolfsburg ums sportliche Überleben, nun geht es um den Einzug in den Europapokal. Beim Blick zurück muss Maximilian Arnold kräftig durchatmen. "Es ist so geil, einfach nichts mit der Scheiße zu tun zu haben." Stattdessen hat der VfL nun beste Chancen, den Aufschwung in dieser Saison mit dem internationalen Geschäft zu krönen.

Das 4:1 bei der TSG Hoffenheim war auf der Zielgeraden ein echtes Ausrufezeichen. Von Wolfsburg und speziell auch von Arnold. Der 24-Jährige als Denker und Lenker im Mittelfeld, als Torschütze und Vorlagengeber. Der Matchwinner im Glück - in vielerlei Hinsicht. Nach 62 Minuten nämlich hätte das Spiel für Arnold beendet sein können, seinen üblen Tritt mit offener Sohle gegen das Schienbein von Florian Grillitsch ahndete Schiedsrichter Deniz Aytekin jedoch nur mit Gelb. Auch Videoschiedsrichter Günter Perl griff nicht revidierend ein. "Ich hätte mich nicht beschweren dürfen, das muss man ganz ehrlich sagen", gab Arnold am Mikrofon von "Sky" zu. Die angesprochene Szene beschrieb der 24-Jährige so: "Er hat den Fuß clever reingestellt, dann hat es ihn leider voll erwischt. Ich wollte ihn natürlich nicht treffen, es tut mir leid, dass es so gekommen ist."

Anschließend machte er mit seinem zweiten Saisontreffer zum 3:1 alles klar und krönte seine Topleistung noch mit seiner sechsten Torvorlage zum 4:1. Seinen eigenen Treffer bejubelte Arnold mit dem Daumen im Mund. Arnold kurz und knapp: "Ich werde Papa, es wird ein Junge."

Thomas Hiete

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