Hoffenheims Keeper über seine Fehler gegen Wolfsburg

Baumanns rabenschwarzer Tag: "Keine Ahnung, was heute los war"

Da war es passiert: TSG-Keeper Oliver Baumann lässt einen relativ harmlosen Kopfball passieren.

Da war es passiert: TSG-Keeper Oliver Baumann lässt einen relativ harmlosen Kopfball passieren. imago

Vor dem Gastspiel der Wolfsburger in Sinsheim hatte die TSG fünf der letzten sechs Bundesligapartien zum Teil furios gewonnen. Umso unerwarteter kam das am Ende deutliche 1:4 gegen den VfL. Eine Teilschuld traf sicherlich Keeper Baumann, der erst einige Hochkaräter vereitelt hatte, ehe er beim 1:2 und beim 1:3 reichlich unglücklich aussah. "Die Gegentore, die ich kassiert habe, sind sehr ärgerlich", so der 28-Jährige, der am "Sky"-Mikrofon speziell mit dem zweiten Gegentor haderte: "Ich habe beim Kopfball von Weghorst die Hände erst hinter den Ball gebracht. Beim Zusammenführen der Hände habe ich mir den Ball selbst reingetan. Und das andere Gegentor kam ja dann auch noch. Ich habe keine Ahnung, was heute los war."

Besonders defensiv hätten seine Vorderleute "keinen Zugriff bekommen". Wolfsburg habe seiner Meinung nach auf Grund der vielen Torchancen verdient gewonnen. Knackpunkt war sicherlich auch ein von Andrej Kramaric verschossener Elfmeter - nach 15 Minuten beim Stand von 1:0 für die TSG. "Es kann sein, dass der verschossene Strafstoß etwas ausgemacht hat. Aber daran lag es nicht, dass wir heute verloren haben", erklärte Nationalspieler Nico Schulz, der anfügen sollte: "Mit der Champions League wird es nun schwer." Ein Heimsieg hätte die Hoffenheimer bis auf einen Punkt an Rang vier und die Frankfurter Eintracht herangebracht.

die letzten 10 Spiele - TSG Hoffenheim
Mainz (A)
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Bremen (H)
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2
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Deutschland

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Bundesliga - 31. Spieltag
31. Spieltag
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71
2
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69
3
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64
4
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5
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51
6
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51
7
TSG Hoffenheim
50
8
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9
Werder Bremen
46
Tabelle Bundesliga

Wenn wir so spielen wie in den letzten 70 Minuten, kommen wir nicht da hin, wo wir hinwollen.

Julian Nagelsmann

Angesäuert wirkte Coach Nagelsmann, der "sehr gute erste 20 Minuten" gesehen hatte. "Wenn wir den Elfmeter verwandeln, geht das Spiel auch in unsere Richtung", war der baldige Leipziger Trainer überzeugt: "Danach haben wir etwas den Glauben verloren und nicht die Bereitschaft und Gier gezeigt wie in den vergangenen Wochen. Wenn wir so spielen wie in den letzten 70 Minuten, kommen wir nicht da hin, wo wir hinwollen. Dass wir dann noch vier Gegentore bekommen, ist für unser Torverhältnis nicht clever. Nächste Woche haben wir wieder eine Chance. Da ist mehr Druck auf dem Kessel. Wir haben verdient verloren."

Im Endspurt geht es für die Kraichgauer noch nach Mönchengladbach, zu Hause gegen Bremen und nach Mainz. Die Europa League (aktuell zwei Punkte vor dem Achten aus Wolfsburg) soll es mindestens werden.

msc