Bundesliga

Florian Müller: "Es tut mir leid für die Mannschaft"

Mainzer Keeper nimmt das 0:1 auf seine Kappe

Florian Müller: "Es tut mir leid für die Mannschaft"

Florian Müller

Stand nach seinem Fehler in Hannover allein im Regen: FSV-Schlussmann Florian Müller. imago

"Es ärgert mich wahnsinnig, dass wir wegen so einer Aktion das Spiel verlieren. Wir haben so gut wie nichts zugelassen, anders hätte diesmal kein Tor fallen können. Es ist der Wahnsinn, dass es uns den Sieg kostet, und es tut mir auch leid für die Mannschaft", sagte der 21 Jahre alte Keeper. Müller und Niakhaté waren der Ausgangspunkt einer fatalen Fehlerkette. Statt zur Ecke zu klären, brachte der Keeper den Ball wieder ins Spiel, Hannovers Linton Maina leitete ihn zu Hendrik Weydandt weiter, der ins leere Tor vollendete.

Diese Slapstick-Einlage war ein Grund, dass Mainz ohne Punkte nach Hause reiste, die mangelnde Chancenverwertung ein weiterer. "Wir hatten genügend Torchancen, um dieses Spiel zu gewinnen", ärgerte sich Trainer Sandro Schwarz, dessen Plan ansonsten voll aufgegangen war. Der Mannschaft war nicht anzumerken, dass es für sie nach dem Klassenerhalt in der Vorwoche um kaum noch etwas ging. "Wir haben nichts dahinplätschern lassen, sondern waren sofort da, hatten Emotionalität, Haltung und Ausstrahlung mit Ball. Man hat uns angesehen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten", resümierte Schwarz.

Spielersteckbrief F. Müller
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Trainersteckbrief Schwarz
Schwarz

Schwarz Sandro

Sportvorstand Schröder vermisst "die letzte Konsequenz"

Um diese Haltung zu unterstreichen, hatte er Alexandru Maxim auf der Achterposition für Danny Latza, der wegen seiner Vaterfreuden ein freies Wochenende geschenkt bekam, aufgeboten. "Wir wollten eine offensive Raute herstellen, auch um fußballerische Akzente zu setzen", so der Trainer. Allerdings fehlte Karim Onisiwo, Jean-Philippe Mateta und Robin Quaison in der Offensive der nötige Punch, um den Ball im Tor von Hannovers Michael Esser unterzubringen. "Wir waren nach einem gewissen Abtasten klar Herr im Hause, hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen", betonte Sportvorstand Rouven Schröder.

Michael Ebert