Bundesliga

Weydandt: "Ist komisch, gewonnen zu haben"

Angreifer schickt eine Kampfansage an die Konkurrenz

Weydandt: "Ist komisch, gewonnen zu haben"

Hendrik Weydandt (l.), Linton Maina

Vollstrecker und Vorbereiter: Hendrik Weydandt (l.) bedankt sich bei Linton Maina. imago

Am 9. Februar hatte Hannover gegen den 1. FC Nürnberg (2:0) zum letzten Mal ein Bundesliga-Spiel gewonnen. Seitdem hatten die Niedersachsen acht Mal verloren und zuletzt in Berlin (0:0) immerhin mal wieder einen Punkt eingefahren. Die Erleichterung im Lager des Tabellenletzten war nach dem Sieg gegen Mainz dementsprechend groß. "Es fühlt sich gut an", gestand Trainer Thomas Doll gegenüber "Sky". "Die Anspannung ist zuletzt sehr groß gewesen." Unter dem 53-Jährigen war es im zwölften Spiel überhaupt erst der zweite Sieg (ein Remis, neun Niederlagen).

Angreifer Weydandt fremdelte kurz nach Abpfiff noch ein wenig mit dem ungewohnten Gefühl eines Sieges. "Es ist komisch, hier zu stehen und gewonnen zu haben", gestand der 23-Jährige. "Wir haben die letzten neun, zehn Wochen viel auf die Fresse bekommen." Der Siegtorschütze räumte ein, dass 96 nicht sein bestes Spiel gemacht hatte - "und das Tor war mehr Zufall als alles andere".

Spielersteckbrief Weydandt
Weydandt

Weydandt Hendrik

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
71
2
Dortmund Borussia Dortmund
69
3
Leipzig RB Leipzig
64
Trainersteckbrief Doll
Doll

Doll Thomas

Weydandt über Slapstick-Tor: "Ein Stürmer steht dann manchmal richtig"

Der einzige Treffer des Tages war an Kuriosität tatsächlich kaum zu überbieten. Nachdem Mainz eine Hereingabe von Linton Maina eigentlich schon geklärt hatte, behinderten sich Torwart Florian Müller und Moussa Niakhaté gegenseitig, sodass Maina erneut an den Ball kam. Der Youngster bediente Weydandt, der ins leere Tor vollendete (66.). Der Angreifer konnte sein Glück direkt nach dem Treffer selbst kaum fassen und schlug ungläubig die Hände vor den Kopf.

Nach dem Spiel gab Weydandt das Lob an den Vorbereiter weiter. "Das Tor geht zu 80 Prozent auf Linton Maina, der sich durchtankt und dann dranbleibt - ein Stürmer steht dann manchmal richtig."

Nach knapp zwei Jahren: Pribs Leidenszeit hat ein Ende

Edgar Prib (M.)

Gleich wieder mittendrin: Edgar Prib (M.) feierte nach knapp zwei Jahren sein Comeback. picture alliance

Das Bild eines rundum gelungenen Nachmittags rundete die Rückkehr von Edgar Prib ab. Der Mittelfeldmann kam zur Pause für Nicolai Müller und feierte damit nach knapp zwei Jahren sein Comeback in der Bundesliga. Letztmals hatte der 29-Jährige am vorletzten Spieltag der Saison 2016/17 im deutschen Oberhaus gespielt. Nach zwei Kreuzbandrissen und einer langen Leidenszeit feierte der ehemaliger Fürther nun seine Rückkehr.

Weydandt: "Nürnberg und Stuttgart können langsam anfangen zu zittern"

Mit dem Sieg schöpft Hannover trotz der Ausbeute von nur 18 Punkten aus 31 Spielen tatsächlich noch einmal Hoffnung im Abstiegskampf. "Das ist ein Sieg, den wir heute unbedingt feiern müssen, weil wir zuletzt selten etwas zu feiern hatten", betonte Weydandt, schob aber nach: "Gleich morgen müssen wir uns auf die letzten drei Spiele konzentrieren." Am Samstag (15.30 Uhr) muss 96 zunächst zum FC Bayern, ehe Hannover den SC Freiburg empfängt. Am letzten Spieltag geht es für die Niedersachsen zu Fortuna Düsseldorf.

"Nächste Woche wird natürlich ein sehr ekliges Spiel und der Zeitpunkt ist natürlich noch einmal ungünstiger", erklärte Weydandt mit Blick auf die Aufgabe beim Tabellenführer. "Aber danach sind gegen Freiburg und Düsseldorf noch sechs Punkte drin - Nürnberg und Stuttgart können langsam anfangen zu zittern."

jly

Bilder zur Partie Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05