Braunschweig: Becker für fünf Spiele gesperrt

Nehrig: "Wir sind eine komplett andere Mannschaft"

Bernd Nehrig

Fehlt Eintracht Braunschweig bis zum Saisonende: Bernd Nehrig. imago

Im Winter kam Bernd Nehrig zum damaligen Tabellenletzten der 3. Liga, Eintracht Braunschweig. Der Mittelfeldspieler war in der Hinrunde bei seinem alten Verein FC St. Pauli nicht mehr erste Wahl gewesen und verließ die Hamburger nach 111 Ligaspielen, vier Toren und fünf Assists. Bei seinem neuen Verein übernahm der 32-Jährige von Beginn an Verantwortung und zeigte konstant gute Leistungen (kicker-Notendurchschnitt: 2,46). Mit ihm verloren die Braunschweiger lediglich zwei Spiele (2:3 gegen Wiesbaden, 0:1 bei Osnabrück), holten sechs Siege und vier Unentschieden.

Nehrig ist ein wichtiger Baustein für das Team von Andre Schubert, dass in der Rückrunde vom abgeschlagenen letzten Platz mit sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer, mittlerweile auf Rang 14 klettern konnte. Der Mittelfeldakteur fällt jedoch wegen eine Teilruptur der Achillessehne, die er sich im Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (1:1) zugezogen hatte, für den Rest der Saison aus, trotzdem versucht er sein Team zu unterstützen. "Letztendlich versuche ich, die Stimmung in der Kabine hochzuhalten. Dass man Spaß hat, das ist das Wichtigste. Mein Part ist es jetzt, die Jungs zu unterstützen, zu den Spielen zu fahren und für sie da zu sein", sagte er in einem Interview auf der Vereinswebsite der Löwen.

Spielersteckbrief Nehrig

Nehrig Bernd

Spielersteckbrief Becker

Becker Robin

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Osnabrück
76
2
Karlsruher SC
65
3
SV Wehen Wiesbaden
61
Trainersteckbrief Schubert

Schubert Andre

"Es bringt nichts zurückzuschauen"

Die Hinrunde scheint allerdings aus den Köpfen der Braunschweiger gestrichen zu sein. Auch Nehrig signalisierte, angesprochen auf das 0:3 gegen den kommenden Gegner Münster (Sonntag, 14 Uhr, LIVE! auf www.kicker.de) in der ersten Saisonhälfte, dass diese in der Mannschaft kein Thema ist. "Es bringt nichts, zurückzuschauen. Die Hinrunde war letztendlich durchweg nicht das, was man sich vorgestellt hat und eigentlich auch durchweg negativ. Wir sind jetzt aber seit dem Winter eine komplett andere Mannschaft: andere Typen, andere Charaktere, andere Spieler, die die Situation vielleicht auch anders annehmen", erläuterte er. Und erklärte, worauf es im Endspurt ankommt: "Es kommt daher nun nicht mehr auf die Ergebnisse der Hinrunde an. Wir haben jetzt unseren Rhythmus schon länger gefunden und sind absolut im 'Flow'. Wir haben Qualität und müssen das gute Gefühl, welches wir in den letzten Spielen der Rückrunde aufgebaut haben, wieder mit reinnehmen."

Es ist jetzt Münster am Wochenende, aber das ist ein Gegner wie jeder andere.

Bernd Nehrig von Eintracht Braunschweig über bevorstehenden Aufgaben

Unabhängig von den nächsten Gegnern, muss die Eintracht Punkten. "Es ist jetzt Münster am Wochenende, aber das ist ein Gegner wie jeder andere. Das Spiel ist extrem wichtig für uns und deshalb tun wir gut daran, auf unsere Qualitäten zu schauen und nicht darauf, was in der Hinrunde war", beschrieb der Routinier (258 Zweitligaspiele) die Situation. Das Restprogramm könnte ein absolutes Endspiel am letzten Spieltag vorsehen: Dann kommt mit Energie Cottbus, ein Verein, der ebenfalls in akuter Abstiegsnot steckt. Die Niedersachen wären also gut beraten, gegen Münster zu Hause, in Aalen und in Halle Zählbares zu erkämpfen, um diesem Endspiel aus dem Weg zu gehen.

DFB-Sportgericht sperrt Becker für fünf Wochen

Neben Nehrig, wird Andre Schubert in dieser wichtigen Phase der Saison auch Robin Becker fehlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den 22-Jährigen wegen unsportlichem Verhalten in der Partie gegen 1860 München mit einer Sperre von fünf Wochen belegt. Der Spieler muss ebenfalls eine Geldstrafe zahlen. Der Verein gab auf seiner Website bekannt, dass er Einspruch gegen das Urteil eingelegt hat. Schubert äußerte sich im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag gegen Preußen Münster, zur Sperre von Becker: "Die Entscheidung ist für uns alle schwer nachvollziehbar." Er führte aus: "Für uns gilt es jetzt, Robin zu ersetzen - genauso wie Bernd Nehrig. Wir werden überlegen, wie wir das hinbekommen. Ansonsten sind alle fit."

kon

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