OKC-Superstar nach dem Aus gegen Portland

Westbrook wehrt sich: "Bedeutet mir einen Scheiß"

Russell Westbrook

Was bleibt am Ende? Russell Westbrook. Getty Images

Was ist ein Triple-Double-Schnitt über 82 Spiele wert, wenn in den "Do-or-die"-Spielen zu wenig kommt? Russell Westbrook musste sich nach dem (wieder mal) frühen Aus seiner Thunder in Portland harscher Kritik stellen. Der MVP von 2017 hat es erneut verpasst, im entscheidenden Moment da zu sein, einen Wurf nach dem anderen vergeben (insgesamt nur 11/31 getroffen) und so keinen geringen Anteil am dritten Erstrunden-Aus in Folge.

In der hitzigen Serie gegen die Blazers, die Portlands Superstar Damian Lillard mit einem Buzzerbeater für die Geschichtsbücher entschieden hatte, sorgte Westbrook hauptsächlich mit Nickligkeiten für Aufsehen. "Wenn ihr meine Karriere an zwei, drei Spielen definieren wollt, nur zu", wehrte sich der Point Guard bei der Abschluss-Medienrunde. "Das bedeutet mir einen Scheiß."

die letzten 10 Spiele - Oklahoma City Thunder
Portland (A)
118
:
115
Portland (H)
98
:
111
Portland (H)
120
:
108
Portland (A)
114
:
94
Portland (A)
104
:
99
Milwaukee (A)
116
:
127
Houston (H)
112
:
111
Minnesota (A)
126
:
132
Detroit (H)
123
:
110
LA Lakers (H)
119
:
103
alle Termine

Er werde auch jetzt noch "aufwachen", mit "drei wundervollen Kindern", und "lächeln", "glücklich sein" und "mein Leben genießen". "Ich weiß, wer ich bin, und das ist das Wichtigste für mich. Ich weiß, was ich tun kann und was ich getan habe", erklärte der 30-Jährige. "Ich weiß auch, was ich nicht tun kann. Ich bin damit im Reinen. Ich bin einfach gesegnet, dass ich jeden Tag mein Leben genießen kann. Ich weiß gar nicht, über welche Kritik ihr redet, aber worum auch immer es geht, kümmert ihr euch darum, und ich kümmere mich um mein Leben."

Die Diskussionen werden dennoch bleiben. Für seine Triple-Doubles, die er nun die dritte Saison in Folge durchschnittlich aufgelegt hat, wird Westbrook nicht nur gelobt, denn letztendlich haben sie zu wenig geführt. "Stat-chasing", also die Jagd nach möglichst guten Stats für sich selbst, werfen ihm einige vor. "Es ging früher darum, dass ich ein Egozocker bin", meint Westbrook, der zweifelsfrei ein überragender Spieler, aber eben kein Champion ist. "jetzt habe ich die Liga dreimal in Folge oder so bei den Assists angeführt, also ist das kein Thema mehr. Nun geht es um meinen Wurf. Nächstes Jahr werde ich ein besserer Schütze. Dann heißt es wahrscheinlich, dass mein linker Fuß größer ist als mein rechter. Wer weiß."

mkr