Horn gibt nach Erkältung Grünes Licht

FC wohl ohne Modeste gegen Darmstadt

Anthony Modeste

Einsatz fraglich: Anthony Modeste. imago

Ein Sieg am Freitag und zwei Unentschieden bei den beiden Verfolgerduellen zwischen Union Berlin und dem HSV sowie dem SC Paderborn und dem 1. FC Heidenheim, dann ist die Mission direkter Wiederaufstieg für den 1. FC Köln nach dem 31. Spieltag erfüllt. Da sich die vier Verfolger aber erst am Sonntag gegenseitig die Punkte abnehmen, ist für die Kölner an diesem Wochenende "nur" ein "Aufstieg auf der Couch" möglich. Traurig wäre darüber im FC-Lager aber trotzdem niemand.

Um die Rückkehr ins Oberhaus fix zu machen, muss der Effzeh am Freitag in Müngersdorf in Vorleistung treten und die unter dem neuen Trainer und ehemaligen FC-Profi Dimitrios Grammozis erstarkten Lilien bezwingen. Dabei wird Mittelstürmer Anthony Modeste aller Voraussicht nach nicht mitwirken können. Der Franzose, der am Mittwoch zwar mittrainiert hatte, aber wegen Oberschenkelproblemen nicht Vollgas geben konnte, fehlte am Donnerstag im Mannschaftstraining. Normalerweise ein K.-o.-Kriterium einen Tag vor einem Spiel.

Timo Horn meldete sich hingegen am Donnerstag zurück, nachdem er zuvor wegen Grippe-Symptomen hatte aussetzen müssen. "Ja, ich bin fit. Ich kann spielen", erklärte der Torhüter nach der Einheit gegenüber der Internetzeitung Geissblog. So wird dem Effzeh neben dem gesperrten Florian Kainz zwar auch Modeste fehlen, aber nicht die Nummer 1 Timo Horn und auch nicht Flügelspieler Christian Clemens, der nach seiner beim 1:1 gegen den HSV erlittenen Oberschenkelverletzung wieder einsatzbereit ist.

Markus Anfang hat trotz des Ausfalls von Kainz und Modeste eine großartige Auswahl für seine Startelf, damit diese nach drei zuletzt weniger überzeugenden bis total enttäuschenden Auftritten wieder einmal eine ansprechende Leistung abliefert. Denn für den Trainer sind überzeugende Leistungen im Saisonendspurt und schon am Freitag gegen Darmstadt für seine Position deutlich wichtiger als ein frühzeitiger Aufstieg auf der Couch am Sonntagnachmittag.

Stephan von Nocks

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