Weltmeisterschaft der Kartenspieler

Alles auf Sieg: Zwei Deutsche bei der Hearthstone-WM

Das Objekt der Begierde: Der WM-Pokal

Das Objekt der Begierde: Der WM-Pokal. Blizzard|Helena Kristiansson

Die Hearthstone Weltmeisterschaft ist das Highlight des Jahres für die Spieler des Blizzard-Titels. 16 Profis kämpfen zwischen dem 25. und 29. April um den Titel sowie 250.000 US-Dollar, die es für den ersten Platz gibt. Insgesamt schüttet Blizzard eine Millionen US-Dollar aus, weshalb selbst Profis auf den hinteren Plätzen noch eine vergleichsweise hohe Summe - 25.000 US-Dollar - kassieren.

Aus Deutschland qualifizierten sich zwei Spieler: Raphael 'BunnyHoppor' Peltzer und Torben 'Viper' Wahl. Einzig China (3) und USA (5) schicken mehr Vertreter nach Taiwan. Die Insel ist die Heimregion von Vorjahressieger Chen 'tom60229' Wei Lin, der seinen Titel aber nicht verteidigen wird. Stattdessen richtet sich der Blick von Experten und Fans auf zwei andere Spieler: Den Norweger Casper 'Hunterace' Notto und den Chinesen Wu 'XiaoT' Juwei. Beide Profis gelten aufgrund ihrer Konstanz als heiße Anwärter auf den Sieg.

"Nur zufrieden, wenn ich gewinne"

Auch die beiden deutschen Hearthstone-Profis schauen auf den Titel, wobei 'Viper' sich vor dem Turnier deutlich offensiver gab: "An sich bin ich nur zufrieden, wenn ich gewinne. Ansonsten würde ich nach dem Turnier immer überlegen, was ich hätte besser machen können." Erst einmal gilt es jedoch aus der Gruppe zu kommen. Dafür sind zwei Siege in drei Spielen notwendig. Mit einem Deckansatz ohne viele Spielereien und dem Verzicht auf die Krieger-Klasse glaubt 'Viper', das richtige Rezept dafür gefunden zu haben. Vielleicht reicht es sogar für den ganz großen Wurf und seinen ersten Titel.

Landsmann 'BunnyHoppor' hat dieses Jahr sogar schon einen Turniersieg gefeiert. Bei der Summer Championship in Los Angeles, wo er 'Viper' im Halbfinale besiegte, belegte 27-Jährige den ersten Platz. Zu dem Zeitpunkt war Peltzer sogar noch zweigleisig aktiv, denn neben seiner eSport-Karriere promovierte er. Seit Dezember hat er seinen Doktor in der Tasche und kann sich vollends auf Hearthstone konzentrieren. Den etwas anderen Titel will er nun bei der WM holen. Trotzdem ist sein Motto: "Von Spiel zu Spiel schauen. Erstmal muss ich aus der Gruppe kommen." Er wolle das finale Ziel erstmal ausblenden, "sonst mache ich mir zu sehr einen Kopf."

Der erfahrene Profi ist auf jeden Fall ein Kandidat fürs Endspiel, das hat die vergangene Saison gezeigt. Mit ihm und 'Viper' sind die deutschen Titelchancen so gut, wie nie zuvor.

Christian Mittweg

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