NBA, Play-offs, Eastern Conference, Halbfinals

Finalisten gesucht: Die Top Vier im Osten unter sich

Giannis Antetokounmpo

Der neue MVP der NBA? Giannis Antetokounmpo. Getty Images

Milwaukee Bucks (1) - Boston Celtics (4)

Auf einer überragenden Hauptrunde ließen die Bucks eine überragende erste Play-off-Runde folgen. Das Team um Superstar Giannis Antetokounmpo fegte Detroit mit 4:0 weg, gewann jedes Spiel mit 15 Punkten oder mehr - das war vorher in den ersten vier Spielen der Postseason nur im Jahr 1980 den Boston Celtics gelungen. Für Milwaukee war es auch die erste überstandene Play-off-Runde seit 2001, damals war Antetokounmpo sieben Jahre alt. Der Grieche ist einer der besten Spieler der Liga (26,3 Punkte im Schnitt in den Play-offs), mit seiner spektakulären Spielweise immer ein Hingucker. Auch in Runde eins führte der Grieche sein Team an, legte beim vierten Sieg sogar 41 Punkte auf (in nur 31 Minuten). Unterstützt wird er tatkräftig von Spielmacher Eric Bledsoe (19,3 Punkte), Scharfschütze Khris Middleton (19 Zähler) und Brook Lopez (12 Punkte).

NBA Play-offs - Conference Viertelfinale - Best of 7
Conference Viertelfinale - Best of 7

Allerdings haben es die Bucks nun mit einem Team zu tun, das in der ersten Play-off-Runde ebenfalls für einen Sweep sorgte: Die Celtics setzten sich gegen Indiana überraschend deutlich mit 4:0 durch und scheinen genau zur richtigen Zeit in Form zu kommen. In der regulären Saison spielten die Kelten zu unkonstant, enttäuschten am Ende mit dem vierten Platz. Doch wie ein Vierter der Hauptrunde trat Boston in der Postseason bislang nicht auf. Angeführt wird das Team von Allstar Kyrie Irving, der mit 22,5 Punkten auch der beste Korbjäger der ersten Play-off-Runde war. Boston ist ehr tief besetzt, hat dazu eine starke Bank. Der Deutsche Daniel Theis spielte in den vier Partien gegen Indiana im Schnitt 6,8 Minuten.
kicker-Tipp: Es wird eine ganz enge Serie, die in beide Richtungen kippen kann. Beide Teams sind auf Augenhöhe. Die Celtics setzen sich am Ende mit 4:3 knapp durch.

Toronto Raptors (2) - Philadelphia 76ers (3)

Auf ihn kommt es an bei den 76ers: Joel Embiid (li.).

Auf ihn kommt es an bei den 76ers: Joel Embiid (li.). Getty Images

Das zweite Halbfinale im Osten bestreiten Toronto und Philadelphia. Beide Teams verloren jeweils das erste Spiel ihrer Serie und holten sich dann vier Siege in Folge. In Spiel eins der Play-offs erlebte Raptors-Guard Kyle Lowry sein blaues Wunder, traf keinen seiner sieben Würfe aus dem Feld und stand am Ende mit null Punkten da. Doch anschließend fand er in seinen Rhythmus und war maßgeblich am Lauf des Teams beteiligt. Im letzten Spiel der Serie zog sich Lowry eine Verletzung am Ringfinger zu, versicherte aber, dass er bis zu Spiel eins gegen Philly am Samstag fit ist. Dass es bei den Raptors nach der Auftaktniederlage so gut lief, lag auch an der starken Team-Defensive, nur die Kelten ließen in Runde eins noch weniger Punkte zu. Mit unter anderem einem herausragenden Kawhi Leonard, Pascal Siakam, Serge Ibaka oder Danny Green haben die Kanadier die optimalen Spieler für eine gute Defensive.

Allerdings kommt mit den 76ers nun ein Offensive, die es in sich hat. Die Sixers erzielten in Runde eins in fünf Spielen 612 Punkte. "Sie können große Dinge schaffen, ich denke, sie können um den Titel spielen", sagte Nets-Coach Kenny Atkinson nach dem entscheidenden 122:100-Erfolg der 76ers in Spiel fünf. Und der Dritte der Hauptrunde geht mit großem Selbstvertrauen ins Duell gegen die Raptors. "Wir können alles gewinnen", sagte Joel Embiid, der in Spiel drei mit Knieproblemen gefehlt hatte und in den anschließenden beiden Begegnungen im Schnitt 27 Punkten und 14,5 Rebounds auflegte. "Du musst gegen einige gute Teams der Liga spielen. Wir müssen jetzt gegen eines davon ran, und auch das nächste Spiel wird nicht leicht, gegen Milwaukee oder Boston - und dann geht es gegen den Westen, der sehr stark ist", denkt der Big Man schon einige Schritte weiter.
kicker-Tipp: Die 76ers haben zwar eine starke Starting Five, von der Bank kommt allerdings nicht viel. Hier könnte der entscheidende Vorteil bei den Raptors liegen. Toronto gewinnt mit 4.2.

mst

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