Champions League, Viertelfinal-Hinspiel

Zuhause verloren! Flensburg vor dem Aus

Intensives Duell: Flensburgs Göran Johannesson gegen Veszprems Kent Robin Tönnesen (r.).

Intensives Duell: Flensburgs Göran Johannesson gegen Veszprems Kent Robin Tönnesen (r.). imago

Den Handballern der SG Flensburg-Handewitt droht das Aus in der Champions League. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor am Mittwoch das Viertelfinal-Hinspiel gegen den ungarischen Vertreter Telekom Veszprem vor heimischem Publikum mit 22:28 (15:15) und steht im Rückspiel am 4. Mai in Veszprem nun vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Sollte der deutsche Meister, für den Magnus Jöndal und Holger Glandorf je fünf Tore erzielten, scheitern, würde das Finalturnier am 1. und 2. Juni in Köln zum dritten Mal hintereinander ohne deutschen Teilnehmer stattfinden.

"Wir sind sehr enttäuscht. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden", sagte SG-Trainer Maik Machulla nach dem Spiel bei Sky. Der SG-Trainer musste feststellen: "Veszprem hat sein Champions-League-Gesicht gezeigt." Einen Grund für die Pleite fand Rückraumspieler Glandorf: "Wir sind katastrophal aus der Halbzeit gekommen."

Nach dem Seitenwechsel waren die Flensburger von der 36. bis zur 45. Minute ohne Tor geblieben. Der ungarische Rekordmeister aus Veszprem, der national derzeit nur die Nummer zwei hinter Pick Szeged ist, zog von 17:16 auf 22:16 davon. Beim 24:17 (48.) betrug der Vorsprung erstmals sieben Tore.

Dabei waren die Gastgeber in den ersten fünf Minuten mit einem 3:0-Lauf in die Partie gestartet, von dem sich die Gäste aber nicht beeindrucken ließen. Beim 4:4 (10.) war Veszprem wieder dran, beim 9:6 (18.) sogar mit drei Treffern in Führung. Machulla nahm eine Auszeit, um das Spiel seiner Mannschaft neu zu ordnen. Mit einer Siebenmeter-Parade sorgte der gute Flensburger Schlussmann Benjamin Buric für das Remis zur Pause.

Im Tor der Gäste zeigte Roland Mikler, der in der zweiten Halbzeit für Arpad Sterbik spielte, eine starke Leistung, parierte die Siebenmeter von Jøndal und Hampus Wanne. Auch das Flensburger Zwischen-Hoch zum 20:24 (52.) konterten die Ungarn auf ihrem Weg zum verdienten Erfolg eiskalt.

Statistik zum Spiel

SG Flensburg-Handewitt - Telekom Veszprem 22:28 (15:15)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Glandorf 5, Jöndal 5/2, Lauge Schmidt 3, Svan 3, Hald 2, Golla 1, Gottfridsson 1, Jeppsson 1, Röd 1
Telekom Veszprem: A. Nilsson 6, Lekai 3, Mackovsek 3, Ilic 2, Mahé 2/1, Manaskov 2, Marguc 2, Nagy 2, Strlek 2, Tönnesen 2, Gajic 1, P. Nenadic 1
Schiedsrichter: Vaclav Horacek (Tschechien)/Jiri Novotny (Tschechien)
Strafminuten: 6 / 8
Disqualifikation: - / -

dpa