Zweiter der Regionalliga Bayern startet 2019/20 im DFB-Pokal

VfB Eichstätt ist Bayerischer Amateurmeister

VfB Eichstätt

Dürfen in der kommenden Saison im DFB-Pokal ran: Philipp Federl, Fabian Eberle und Atdhedon Lushi (v.li.) vom VfB Eichstätt. imago

"Herzlichen Glückwunsch an den VfB Eichstätt zum Gewinn der Bayerischen Amateurmeisterschaft und dem damit verbundenen Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde", gratuliert der Bayerische Fußball Verband in einer Pressemitteilung. "Der Eichstätter Erfolg unterstreicht einmal mehr die Besonderheit der Regionalliga Bayern und zeigt, dass auch vermeintlich kleineren Klubs gegen ambitionierte Amateurvereine und Zweitvertretungen der Profiklubs der große Coup gelingen kann. Genau diese Geschichten zeichnen den Amateurfußball aus."

63 Punkte hat das Team von Trainer Markus Mattes in bislang 29 Spielen gesammelt und liegt damit mit einem Spiel weniger drei Zähler hinter Tabellenführer Bayern München II auf dem zweiten Tabellenplatz. Dass das zweite Jahr in der vierthöchsten deutschen Spielklasse so erfolgreich verläuft, hätte vor der Saison 2018/19 wohl niemand für möglich gehalten. 2017 als Meister der Bayernliga Nord in die Regionalliga aufgestiegen, schloss der VfB Eichstätt das Premierenjahr mit 52 Zählern auf einem respektablen siebten Platz ab und rief, wie auch 2017/18, einzig und alleine den Klassenerhalt als oberste Maxime aus.

Regionalliga Bayern - 30. Spieltag
30. Spieltag
Regionalliga Bayern Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München II
66
2
VfB Eichstätt
63
3
1. FC Nürnberg II
53
4
1. FC Schweinfurt 05
48
5
Wacker Burghausen
48
6
FC Memmingen
43
7
SpVgg Bayreuth
41
8
FV Illertissen
41
9
TSV Buchbach
40
Tabelle Regionalliga Bayern

3.Liga? Nicht mit dem VfB Eichstätt

Nun dürfen sich die Domstädter mit dem Titel der besten bayerischen Amateurmannschaft schmücken und im kommenden August im DFB-Pokal starten. Ein großes Ziel hat der VfB, der in rund 20 Jahren von der C-Klasse, der untersten Liga, gespielt hatte, aber noch vor Augen: Die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern. Aufsteigen will der VfB übrigens nicht. Es käme Utopie gleich, wurde Fußball-Chef Johann Benz im Dezember im "Donaukurier" zitiert. "Ich beschäftige mich in keinster Weise mit dem Lizenzierungsverfahren für die 3. Liga, denn es ist sowohl wirtschaftlich als auch technisch-organisatorisch nicht machbar."

Infolgedessen ist der Münchner Zweitvertretung auch die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga nicht mehr zu nehmen. Die "kleinen" Bayern werden gegen den Meister der Regionalliga Nord antreten - ob dies der VfL Wolfsburg II oder der VfB Lübeck sein wird, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden .

Zurück zum VfB Eichstätt. Der Klub aus dem Altmühltal will in der Viertklassigkeit weiterhin munter mitmischen und auch in den kommenden Jahren das zeigen, was sie laut BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher bereits in der jüngsten Vergangenheit ausgezeichnet hat: "Der Eichstätter Erfolg unterstreicht einmal mehr die Besonderheit der Regionalliga Bayern und zeigt, dass auch vermeintlich kleineren Klubs gegen ambitionierte Amateurvereine und Zweitvertretungen der Profiklubs der große Coup gelingen kann. Genau diese Geschichten zeichnen den Amateurfußball aus."

kög