Der BTSV bestätigt gegen Uerdingen die gute Rückrundenform

Braunschweig so gut wie lange nicht

Jubeltraube: Alle Feldspieler von Braunschweig bejubeln den Führungstreffer durch Janzer.

Jubeltraube: Alle Feldspieler von Braunschweig bejubeln den Führungstreffer durch Janzer. imago

Es war das Spiel der gegensätzlichen Gemeinsamkeiten: Braunschweig war das schlechteste Team der Hinrunde, Uerdingen das schlechteste der Rückrunde. In dieser ist die Eintracht bislang die drittbeste Mannschaft, während Uerdingen noch Drittbester der Hinrunde war. Zusammengerechnet ergeben die ungleichen Halbserien bei beiden Teams dieselbe Konsequenz - Abstiegskampf.

24-Punkte-Vorsprung fast weg

Während der KFC langsam aber sicher in der gefährlichen Zone angekommen ist, konnte sich Braunschweig mehr und mehr befreien. Der 24-Punkte-Vorsprung Uerdingens schmolz durch den deutlichen Erfolg beim Aufsteiger auf vier Zähler. Erstmals seit dem 1. Spieltag steht der BTSV zudem über dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Grundstein für den Verdienst war die sattelfeste Hintermannschaft, wie Trainer Andre Schubert nach dem Spiel feststellte: "Defensiv standen wir sehr kompakt und haben gut verteidigt. Wir hatten einige gute Umschaltbewegungen und konnten uns klare Torchancen erarbeiten." Ausgangspunkt der schnellen Konter war immer wieder Keeper Jasmin Fejzic, der seine Vorderleute mit langen Abschlägen in Szene setzte.

Genugtuung nach Vorwochen-Fehler

Und die schlugen kaltschnäuzig zu. "Wir waren heute super effizient vor dem Tor. In der Offensive haben wir gut harmoniert", schwärmte Angreifer Philipp Hofmann. Gleich zweimal führte ein steiler Fejzic-Ball zu Gelegenheiten, die Marcel Bär und Mike Feigenspan eiskalt nutzten. Gerade Letzterer fühlte nach der Vorwoche Genugtuung. In der 87. Minute vergab der 23-Jährige gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Großaspach die Chance auf den Siegtreffer: "Natürlich ärgert es einen, wenn man hundertprozentige Chancen liegen lässt, wie es in der letzten Woche bei mir der Fall war. Umso glücklicher bin ich, dass ich heute getroffen habe."

Der Absteiger kann die Weichen in den kommenden beiden Partien auf Nichtabstieg stellen, wenn er gegen Münster (6.) und Aalen (20.) spielt, für die es wohl um nichts mehr geht. Anschließend trifft Braunschweig im Saisonschlussspurt mit Halle (3.) und Cottbus (17.) auf höchstmotivierte Gegner.

kon