Stevens und Caligiuri erklären Krise zur Kopfsache

Stevens: "Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, mit der arbeite ich"

Blicke der Ratlosigkeit: Trainer Huub Stevens, die Co-Trainer Mike Büskens und Matthias Kreutzer sowie Teammanager Gerald Asamoah.

Blicke der Ratlosigkeit: Trainer Huub Stevens, die Co-Trainer Mike Büskens und Matthias Kreutzer sowie Teammanager Gerald Asamoah. imago

Vorfreude klingt wahrlich anders. "Das Programm gibt es her, dass das nächste Spiel in Dortmund ist“, sagte Stevens, angesprochen auf das anstehende Revierderby. "Wir müssen dahin, und wir müssen da auch spielen."

Ein "Muss" also für S04 - dabei sollte der letzte Auftritt in Dortmund eigentlich Inspiration genug sein. Doch das heutige Schalke ist nicht mehr das Schalke, das im November 2017 einen 0:4-Rückstand in ein Last-Minute-4:4 verwandelte, auch personell nicht. Kehrer, Meyer, Goretzka, natürlich Naldo: alles Leistungsträger, die Schalke, wenn auch nicht immer ganz freiwillig, verloren hat. "Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, mit der arbeite ich", sagt der Coach lapidar.

Klar, auch dieses 176. Duell mit dem Erzrivalen sei etwas "Spezielles", so Stevens, "aber ich hätte es lieber etwas anders gehabt". Kaum einer rechnet mit einem erneuten Coup der Knappen, zumal der BVB beim 4:0 in Freiburg überzeugte . Das 0:5-Debakel in München, es scheint inzwischen verarbeitet zu sein.

Wir haben nicht gegen den FC Hüpplepüpp gespielt.

Huub Stevens

Was gibt also Hoffnung aus Sicht der Königsblauen? Immerhin, gegen Hoffenheim gefiel die Mannschaft bis zum 0:1, wehrte sich nach dem 0:2, brach nach dem 1:3 allerdings völlig ein. Stevens hob zudem die Qualität der Kraichgauer hervor, deren Effektivität wahrlich beeindruckte. "Wir haben nicht gegen den FC Hüpplepüpp gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die einen Lauf hat", sagte er über seinen Ex-Klub, der den vierten Sieg in Folge einfuhr. Während die Köpfe des Gegners frei sind, hat Stevens eine Blockade bei seiner eigenen Mannschaft ausgemacht: Die Krise sei auch "eine Kopfsache", betonte Stevens einmal mehr: "Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt, dann geht es auch in die Beine."

Dem pflichtete Elfmetertorschütze Daniel Caligiuri bei. Es sei keine Frage mangelnden Einsatzes oder Engagements beim Training. "Da ist jeder Spieler konzentriert und haut alles raus. Ein Spiel ist aber immer noch einmal etwas anderes. Da geht es um sehr, sehr viel. Da spielt auch der Kopf eine Rolle." Bei einem Revierderby umso mehr.

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