Bayern-Trainer hofft auf Unterstützung aus Freiburg

Kovac: "Die Witterungsbedingungen waren schon extrem"

Er musste bei den warmen Temperaturen immer wieder zur Trinkflasche greifen: Bayern-Coach Niko Kovac.

Er musste bei den warmen Temperaturen immer wieder zur Trinkflasche greifen: Bayern-Coach Niko Kovac. Getty Images

Am Ende eines auch für die Fans nervenaufreibenden Nachmittags standen 28:3 Torschüsse - aber nur ein 1:0-Erfolg für den FC Bayern . Torschütze Niklas Süle beschrieb die entscheidende Szene wie folgt: "Ich habe mir vor dem Tor die Seele aus dem Leib geschrien, dass Thiago mich sieht. Ich hatte gegen Dortmund schon zwei Schüsse, die gingen aber football-mäßig in den Fangzaun. Und deswegen war es schön, dass ich das heute mit dem abgefälschten Schuss entscheiden konnte." Nach schwachen ersten 45 Minuten drehte der Rekordmeister mit dem Seitenwechsel auf und hätte deutlich höher gewinnen müssen. Der Platzverweis für Bremens Milos Veljkovic habe laut Bayern-Coach Kovac "die Sache sicherlich etwas erleichtert".

Es sei am Ende auch ein Sieg der Geduld gewesen, wobei Kovac noch einwarf: "Es war heute schwierig, für beide Mannschaften zu spielen. Die Witterungsbedingungen waren schon extrem", so der Kroate am "Sky"-Mikrofon: "Wenn man von 0 auf 100 - auf 25 Grad kommt - ist es nicht einfach. Wir wussten, dass Bremen sehr schwer zu bespielen ist."

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Immerhin konnten die Bayern die Null halten - und damit Bremens beeindruckende Serie beenden. Werder hatte in dieser Saison in allen (!) 29 Ligaspielen mindestens ein eigenes Tor erzielt. Kovac haderte aber mit dem Auslassen einer "Vielzahl von Chancen". Das Szenario und die Angst vor einem Lucky Punch der Bremer kam ihm gefährlich vertraut vor: "Das geht einem immer durch den Kopf. Wir hatten in der Hinserie - gerade im Herbst - einige solche Situationen." Am Ende reiche ihm aber auch das 1:0 als Mittel zum Zweck.

Wir sind froh, dass wir Ostern als Tabellenführer feiern können.

Niko Kovac

"Wir sind froh, dass wir Ostern als Tabellenführer feiern können", schob Kovac nach. Einerseits könne man die vergebenen Chancen sehen, andererseits den gegnerischen Keeper. "Ich muss erstmal Jiri Pavlenka ein großes Kompliment aussprechen", so der FCB-Coach: "Das, was er heute schon wieder gehalten hat, erinnerte mich absolut ans Hinspiel ( Pavlenka hatte bei Bayerns 2:1-Sieg richtig stark gehalten (kicker-Note 2) , d.Red.)."

Nun kann sich Kovac in Ruhe am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) das Dortmunder Auswärtsspiel im Breisgau anschauen. "Wir haben unsere Erfahrungen in Freiburg sammeln können", dachte der Kroate ans späte 1:1 Ende März: "Es wäre gut, wenn die Freiburger morgen punkten würden." Anschließend richtet Kovac den Blick in Richtung Bremen, wo am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) das Halbfinale im DFB-Pokal wartet. Beim schweren Flutlichtspiel fordert Kovac von seiner Mannschaft "eine Top-Leistung", um die zweite Titelchance zu wahren.

msc

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