Bundesliga

Titelrennen bleibt eng - Brooks belohnt Wolfsburg

Matchwinner Süle, VfB demontiert, Schalker Abreibung

Titelrennen bleibt eng - Brooks belohnt Wolfsburg

Der Wolfsburger Brooks belohnte den VfL mit dem späten 1:1 gegen Frankfurt.

Der Wolfsburger Brooks belohnte den VfL mit dem späten 1:1 gegen Frankfurt. imago

Brooks kontert Joker de Guzman - Remis in Wolfsburg

Am Ostermontag endete der 30. Spieltag mit einem 1:1 zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt. Die Punkteteilung schmerzt die Labbadia-Elf etwas mehr, denn nun sind es vier Zähler Rückstand auf Platz sechs (Europa Lague). Frankfurt bleibt weiterhin auf Platz vier stehen, spüren aber im Kampf um die Champions League den Atem von Verfolger Gladbach, das zwei Punkte Rückstand aufweist. Nach einer flotten ersten Hälfte, in der sich beide Keeper Pervan und Trapp einige Male auszeichnen konnten, war im zweiten Abschnitt zunächst Wolfsburg dem Führungstor wesentlich näher. Knoche und Weghorst hatten bei ihren Abschlüssen viel Pech - sie trafen nur Alu. Auf der Gegenseite fiel der Führungstreffer durch Joker de Guzmann. SGE-Coach Adi Hütter hatte den Mittelfeldspieler in der 69. Minute eingewechselt, in der 78. Minute war er nach einem abgeblockten Kostic-Schuss zur Stelle und schob aus kurzer Distanz ein. Frankfurt schnupperte schon am Sieg, doch nach einer Unachtsamkeit lief die SGE in einen Konter, den VfL-Innenverteidiger Brooks mit dem gerechten 1:1-Endstand abschloss.

Bundesliga - 30. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
70
2
Borussia Dortmund
69
3
RB Leipzig
61
Trainersteckbrief Weinzierl

Weinzierl Markus

Bundesliga - Torjäger 2018/19
Lewandowski Robert
21
Jovic Luka
17
Paco Alcacer
17

Reus fast immer dabei - BVB eiskalt im Breisgau

Zwei Vorlagen und ein Tor: Marco Reus war am Dortmunder Sieg in Freiburg maßgeblich am Sieg beteiligt.

Zwei Vorlagen und ein Tor: Marco Reus war am Dortmunder Sieg in Freiburg maßgeblich am Sieg beteiligt. imago

Borussia Dortmund hat am Sonntagnachmittag die Drucksituation im Titelrennen nach dem Sieg der Bayern am Vortag (1:0 gegen Werder) gemeistert und beim SC Freiburg ein 4:0 eingefahren. Das Ergebnis klingt souverän, doch der Spielverlauf gestaltete sich nicht so klar. Die Borussen schlugen in entscheidenden Phasen des Spiels zu und nutzten dabei ihre wenigen Chancen eiskalt: Sancho traf früh nach schneller Kombination durch den SC-Strafraum (12.), Reus markierte in der 54. Minute nach einem Zuckerpass von Guerreiro das 2:0. Das 3:0 besorgte Götze nach einem starken lauf von Sancho und einer perfekten Vorlage von Reus, der damit an allen drei Toren direkt beteiligt war. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Paco Alcacer per Handelfmeter. Die Freiburger spielten über weite Strecken gefällig mit, trauten sich aber den letzten Tick Offensivgeist gegen keineswegs sattelfeste Dortmunder nicht zu. Durch den Auswärtssieg rückt der BVB wieder bis auf einen Zähler an die Münchner heran, die Streich-Elf ist trotz der dritten Niederlage in Folge weiterhin nicht in Abstiegsgefahr, den rechnerisch möglichen Klassenerhalt verpasste der SC aber.

Trostlos und torlos: Hertha und 96 beenden ihre Niederlagenserie

Die Krisenklubs Hertha BSC und Hannover 96 trennten sich am Sonntagabend mit einem torlosen Remis und beendeten mit dieser Punkteteilung immerhin ihre Negativläufe. Die Berliner hatten zuletzt fünfmal in Serie verloren, die Niedersachsen gar achtmal. Die Partie im Olympiastadion kam fast ohne echte Highlights aus. 96 schnupperte immer mal wieder am Führungstreffer, in der Schlussphase wurde die Dardai-Elf mit Joker Selke druckvoller, doch die Hannoveraner hielten dicht – zum zweiten Mal in dieser Saison konnte die Doll-Elf einen Gegentreffer vermeiden (zuvor beim 2:0 gegen Nürnberg). Die Chance auf den direkten Klassenerhalt ist für 96 damit vorbei, zum Relegationsplatz fehlen sechs Punkte.

Süle mit Gewalt gegen zehn Bremer - Bayern setzt BVB unter Druck

Bayerns Matchwinner Niklas Süle

Mit Gewalt zum Erfolg: Bayerns Matchwinner Niklas Süle. imago

Der FC Bayern tat sich gegen Werder Bremen am Samstagnachmittag in den ersten 45 Minuten extrem schwer. Die Münchner hatten leichte Vorteile, doch echte Chancen verzeichnete die Kovac-Elf bis auf Gnabrys Direktabnahme aus der Drehung nicht. In Halbzeit zwei wurde der Rekordmeister druckvoller, Lewandowski scheiterte mehrmals, Bremens Veljkovic flog mit der Ampelkarte nach Ellenbogen gegen Süle vom Platz. Der Dauerdruck der Münchner wurde in der Schlussviertelstunde zu viel - Süle probierte es aus der zweiten Reihe und hatte Glück, dass der grätschende Klaassen so abfälschte, dass der oftmals an diesem Nachmittag stark reagierende SVW-Keeper Pavlenka chancenlos war.

Durch das hauchdünne, aber verdiente 1:0 legen die Münchner im Titelrennen gegenüber Dortmund vor - der BVB will den jetzigen Vier-Punkte-Abstand am Sonntag in Freiburg wieder auf einen Zähler verkürzen. Für die Kohfeldt-Elf ist es im Jahr 2019 die erste Niederlage, zudem blieb sie erstmals in der laufenden Runde ohne Tor.

Augsburg aufgedreht, Stuttgart abgedreht - Willig beerbt Weinzierl

Augsburg jubelt, der VfB ist völlig konsterniert.

Augsburg jubelt, der VfB ist völlig konsterniert. imago

Der VfB Stuttgart hat das von schwäbischer Seite als wegweisendes Spiel titulierte Gastspiel beim FC Augsburg sang- und klanglos mit 0:6 verloren. Schon nach 29 Minuten war die Mannschaft des neuen Trainers Martin Schmidt mit drei blitzsauberen Treffern davongezogen, der Auftritt der Stuttgarter war weder in spielerischer noch kämpferischer Hinsicht bundesligareif. Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur der FCA - und demontierte die Weinzierl-Elf sprichwörtlich durch Doppelpacker Richter und Max. Angesichts der erschreckenden Pomadigkeit zog der VfB am Abend die Reißleine und enthob Markus Weinzierl von seinen Pflichten. Nun soll Nico Willig, U-19-Trainer des VfB, die Schwaben retten.

Alario und Volland belohnen Leverkusens Aufwand

Immerhin rutschten die Stuttgarter trotz der heftigen Niederlage in Augsburg nicht auf einen direkten Abstiegsplatz. Das lag an Leverkusen, das die Nürnberger mit 2:0 besiegte. Die Bosz-Elf agierte zwar zunächst über weite Strecken sehr überlegen, doch war das Spiel der Werkself nur selten zwingend. Im zweiten Durchgang wurde der Aufwand der Westdeutschen allerdings belohnt, als Alario einen Eckball per Kopf versenkte. Den 2:0-Endstand besorgte Volland in der Schlussphase.

Onisiwo dreht die Partie - Mainz besiegt Düsseldorf

Der schnellste Treffer des 30. Spieltags fiel in Mainz, wo FSV-Stürmer Mateta bereits nach 36 Sekunden gegen Fortuna Düsseldorf einnetzte. Nach dem frühen Schock fand die Funkel-Elf zunächst besser in die Partie und verdiente sich den Ausgleich durch Lukebakio redlich. Der Düsseldorfer Offensivspieler ließ im zweiten Abschnitt gar die Chance zur Führung liegen, als er einen Handelfmeter verschoss. Das sollte sich rächen, als der Mainzer Onisiwo das 2:1 für die Rheinhessen besorgte. Das letzte Wort hatte Mateta mit seinem zweiten Treffer zum 3:1-Endstand.

Halstenberg-Doppelpack macht die Königsklasse fast perfekt

Leipzigs Marcel Halstenberg  trifft zum 2:0 in Gladbach.

Leipzigs Marcel Halstenberg trifft zum 2:0 in Gladbach. imago

Am frühen Samstagabend machte RB Leipzig einen riesigen Schritt Richtung Champions League. Die Sachsen gewannen bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1 und distanzieren den fünftplatzierten VfL um zehn Zähler. Matchwinner für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick war Marcel Halstenberg, der einen Doppelpack schnürte. Im ersten Abschnitt verwandelte der Linksfuß einen Elfmeter, nach dem Seitenwechsel veredelte er ein Forsberg-Zuspiel. Erst nach dem zweiten Gegentreffer wurde die Hecking-Elf zielstrebiger und brachte Angriffe auch zum Abschluss. Plea verkürzte zum 1:2 und scheiterte danach an RB-Keeper Gulacsi. Auf der Gegenseite ließ Werner eine weitere Großchance zum möglichen dritten Leipziger Treffer aus.

Eiskalte Hoffenheimer tun Schalke richtig weh

Schalke frustriert nach dem 2:5 gegen Hoffenheim.

Schalke frustriert nach dem 2:5 gegen Hoffenheim. imago

Im letzten Bundesligaspiel des Karsamstags kam der FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim böse unter die Räder. Mit 5:2 siegten die Kraichgauer bei der Mannschaft von Trainer Huub Stevens, die unter dem Routinier weiterhin nur einen Sieg verbuchen konnte (1:0 in Hannover). Die TSG zeigte sich diesmal extrem effizient in der Chancenverwertung und kam mit nur sechs Schüssen aufs Tor zu fünf Toren. Belfodil löste den Knoten für die Nagelsmann-Elf, Kramaric erhöhte noch vor dem Pausenpfiff zum 2:0. Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Königsblauen Hoffnung auf, als Caligiuri einen Strafstoß zum Anschluss verwandelte, aber Szalai, Amiri und erneut Belfodil schraubten das Ergebnis in eine Höhe, die Schalke weh tat - Burgstallers Treffer zum 2:5-Endstand war nicht mehr als Ergebniskosmetik (90.). Hoffenheim träumt damit weiter von der Europa League, auf der anderen Seite warten die Knappen weiter auf den Befreiungsschlag. Angesichts der Schwäche der anderen Kellerkinder liegen die Schalker als Fünfzehnter aber immer noch sechs Zähler vor dem Relegationsplatz.

bst