Der Druck steigt - Hunt und Lasogga vor Rückkehr

Wolf verhängt "Nachrichtensperre" im Stadion

Nachrichtensperre: Der HSV wird keine Zwischenstände aus anderen Stadien einblenden.

Nachrichtensperre: Der HSV wird keine Zwischenstände aus anderen Stadien einblenden. picture alliance

Derzeit ist es nur der Konkurrenz zu verdanken, dass der HSV noch alle Karten im Rennen um die Bundesliga selbst in der Hand hat. In der Rückrundentabelle belegen die Hamburger einen bedenklichen Platz elf. Vier sieglose Spiele in Serie stehen zu Buche und die letzten beide Heimspiele wurden gegen Magdeburg (1:2) und Darmstadt (2:3) jeweils verloren.

Kein Wunder, dass die Nervosität langsam wächst. Auch Trainer Hannes Wolf war die Anspannung auf der Pressekonferenz am Karfreitag anzumerken. Es sind die üblichen Floskeln, die dann gesprochen werden. "Die Bereitschaft an und über die Grenze zu gehen, das verlangen wir morgen", fordert er vor allem Einsatz und Laufbereitschaft. Beim Remis in Köln spulten seine Spieler über 120 Kilometer ab und waren zumindest in dieser Statistik dem FC (112,89 km) weit überlegen.

Druck? "Das muss man schon abkönnen"

Den Druck für sich und sein Team möchte er nicht überbewerten. "Es ist einfach so, dass der Druck da ist. Wir halten ihn jetzt selbst auch oben", sagte Wolf. "Das muss man schon abkönnen. So funktioniert das im Hochleistungssport. Es geht um viel. Da müssen wir durch. Daraus müssen wir Energie und Kraft machen und gemeinsam über Grenzen gehen."

Wolf verhängt "Nachrichtensperre"

Der Blick wird am Samstag - zumindest auf den Tribünen - aber auch in die anderen Stadien gehen. Denn bei optimalem Verlauf des Spieltages könnte der HSV sechs Punkte zwischen sich und die Konkurrenz legen. Genauso gut könnte auch Platz zwei am Samstagnachmittag futsch sein. Um derlei Zwischentöne auszublenden, hat Wolf die Stadionregie instruiert, keine Zwischenstände einzublenden. "Ablenkung können wir nicht gebrauchen", begründet der 38-Jährige. "Die ganze Energie muss in das Spiel gehen." ( Hier geht's zum Restprogramm der Aufstiegskandidaten )

Hunt und Lasogga vor Rückkehr

Dabei sieht es personell wieder besser aus. Selbst Aaron Hunt ist wieder eine Option. Nach seiner Verletzung (Faszienriss im rechten Oberschenkel) wird er zwar nicht über die gesamte Spielzeit gehen können, aber Wolf liebäugelt dennoch mit einem Einsatz - ob von Beginn an oder als Einwechselspieler, ließ er offen.

Manuel Wintzheimer, der in Köln mit seinem späten Tor noch einen Punkt sicherte, darf womöglich sogar auf einen Platz in der ersten Elf hoffen, das sei möglich, verriet Wolf. Doch Pierre-Michel Lasogga kehrte nach Adduktorenproblemen wieder ins Training zurück und bewirbt sich ebenfalls wieder für eine Stelle in der Offensive.

tru

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