VfR vor dem Ligaendspurt schon fast am Boden

Gibt es das Wunder von Aalen?

Auf den Knien ist der VfR Aalen schon lange. Ob sich Torben Rehfeldt und Co. noch einmal aufrichten können, bleibt offen.

Auf den Knien ist der VfR Aalen schon lange. Ob sich Torben Rehfeldt und Co. noch einmal aufrichten können, bleibt offen. imago

Es sieht so aus, als müssten die Aalener den Gang in die Regionalliga antreten. Kurz vor Ende der Spielzeit spricht nicht vieles für einen Ligaverbleib. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt in den vergangenen Wochen solidere Leistungen gezeigt und sogar den Karlsruher SC (3:0) sowie Kaiserslautern (1:0) geschlagen, das allein kann die schlechten Leistungen und die fehlenden Punkte zuvor aber nicht wiedergutmachen.

Zu allem Überfluss muss das Tabellenschlusslicht zur so wichtigen Partie am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auch noch zum Ligaprimus nach Osnabrück reisen. Das schürt nicht gerade viel Hoffnung für die sowieso aussichtslos erscheinende Mission Klassenerhalt. Zwar spricht insgesamt nicht vieles für Aalen, doch das Schlusslicht trifft in den letzten fünf Begegnungen noch auf die direkte Konkurrenz aus Braunschweig und Cottbus. Dementsprechend zeigt sich die Mannschaft kämpferisch.

So schnell geben wir nicht auf.

Daniel Bernhardt

"Wir werden auch beim Spitzenreiter in Osnabrück versuchen, was zu holen. Wir haben beim KSC gewonnen und zuletzt auf dem Betze. So schnell geben wir nicht auf." Eine Kampfansage, die Torhüter Daniel Berhardt vor dem Ligaendspurt gegen alle Widerstände richtet.

Es zeigt, dass noch Leben im Team steckt, dass sie noch wollen. Der Wille allein wird jedoch nicht reichen, die Mithilfe der anderen Tabellenkinder ist gefragt. Ohne Misserfolge der restlichen Abstiegskandidaten ist der VfR ganz ohne Chance auf das rettende Ufer. Derzeit sieht es aber nicht danach aus, als würden Cottbus, Jena und Co. genug Punkte liegen lassen. Die Mannschaften sammeln aktuell nicht übermäßig, aber stetig Zähler.

Am Samstag könnte die Vorentscheidung für Aalen schon fallen. Der VfL Osnabrück kann gleichzeitig die Meisterschaft klar machen, sollten Wiesbaden und Karlsruhe mitspielen. Für beide Teams geht es also um etwas, aber nur ein Team kann mit einem lächelnden Gesicht vom Platz gehen. Sollte das beim VfR nicht der Fall sein, würde sich die prekäre Situation noch einmal verschlechtern. Abgestiegen ist man in der Theorie dann noch nicht, in der Praxis ist ein Klassenerhalt aber höchst unwahrscheinlich.

kon