Hannover empfängt Löwen, Kiel bei Füchsen gefordert

Flensburgs "Weg ist noch nicht zu Ende"

Holger Glandorf

Endlich wieder Bundesliga: Flensburgs Holger Glandorf freut sich auf den 27. Spieltag. picture-alliance

Die SG Flensburg-Handewitt startet nach der Länderspielpause von der Pole Position in den Bundesliga-Endspurt. Im Titelduell gegen den THW Kiel kann sich der Tabellenführer auf der Zielgeraden sogar noch einen Ausrutscher erlauben, denn neun Spiele vor dem Saisonende haben die Nordlichter vier Minuspunkte weniger auf dem Konto als die Erzrivalen aus Kiel. "Wir sind auf einer tollen Reise, und der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte SG-Trainer Maik Machulla, der am Dienstag seinen Vertrag bis 2023 verlängert hatte. Erster Zwischenstopp dieser Reise ist das Heimspiel gegen Gummersbach (Donnerstag, 19 Uhr), bevor es am Ostersonntag (16.25 Uhr) zum Auswärtskracher bei den Rhein-Neckar Löwen kommt. Die Gummersbacher, die gegen den Abstieg kämpfen, unterschätzt Machulla keineswegs, immerhin konnte der VfL Ende März die Löwen (28:23) schlagen. "Fünf Tore mehr als die Rhein-Neckar Löwen - das ist schon ein Signal, Gummersbach hat da eine fantastische Leistung abgerufen", zeigt sich der SG-Trainer beeindruckt.

Roggisch: "Hannover brennt auf das Spiel"

Der Vize-Meister aus Mannheim ist ebenfalls am Donnerstagabend gefordert. Die Rhein-Neckar Löwen müssen nach Hannover, wo sie sich mit einem Auswärtssieg die minimale Chance auf die Champions-League-Plätze wahren wollen. Löwen-Sportchef Oliver Roggisch gibt sich auf der Pressekonferenz zum Spiel kämpferisch: "Wir haben ein klares Ziel für den Rest der Saison. Wir wollen so gut in der Tabelle abschneiden, wie es irgendwie geht, auch wenn wir wissen, dass wir ein sehr schweres Restprogramm vor uns haben." Die TSV, bei denen vor allem Weltmeister Morten Olsen und Nationalspieler Kai Häfner im Fokus stehen, zeigte zuletzt schwankende Leistungen, wird aber ebenfalls alles rein werfen. "Hannover brennt auf das Spiel. Sie sind überzeugt, uns schlagen zu können", so Roggisch weiter.

Das Spiel wird weitaus schwieriger als das Halbfinale vor zwölf Tagen.

Kiels Rune Dahmke vor dem Spiel in Berlin

Ebenfalls auswärts muss der frisch gebackene Pokalsieger ran. Die Zebras aus Kiel gastieren bei den Füchsen aus Berlin. Für die Berliner könnte es die Revanche für das verlorene Pokal-Halbfinale Anfang April sein. "Dass die Füchse eine gute Mannschaft haben, haben wir in Hamburg alle gesehen. Sie haben uns da richtig gefordert, und sie werden alles geben, um das Spiel zu gewinnen", zeigt sich THW-Linksaußen Rune Dahmke bestens vorbereitet auf den Gegner.

Komplettiert wird der Handball-Donnerstag mit der Partie Ludwigshafen gegen Göppingen. Für die gastgebenden Eulen wird die Luft langsam dünn im Abstiegskampf - aktuell beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer vier Punkte, sie konnten aber erst sieben Zähler in dieser Saison einfahren. Mit einem Sieg gegen Göppingen könnten die Eulen die Rote Laterne an Bietigheim weiterreichen.

mwo

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