Angeschlagene Freiburger nun gegen Dortmund und Leipzig

Auf Abrashi & Co. warten zähe Wochen

Amir Abrashi

Nicht mit dem Rücken zur Wand, aber unter Zugzwang: Amir Abrashi und der SC Freiburg. imago

Nach zwei Niederlagen in Folge geht es nun ausgerechnet gegen zwei Spitzenteams. Die Gesamtleistung, also vor allem der Auftritt in der Verteidigung, beim 1:2 in Bremen war besser als jene beim 0:5 in Mainz. Aber sie reichte nicht aus, um den aktuell 32 Punkten einen oder drei Zähler hinzuzufügen. "Klar war es besser als in Mainz. Aber wir kriegen zwei Tore am Ende, das darf nicht passieren. Wir müssen es bis zum Ende verteidigen", haderte Amir Abrashi mit der neuerlichen Niederlage, sah diesmal aber keine groben Versäumnisse: "Kein Vorwurf an die Mannschaft, sie gibt bis zum Schluss nicht auf. Wir hatten unsere Chancen und wenn wir die Konter besser ausgespielt hätten, wären es noch mehr gewesen. Wie wir die Tore kriegen, war dann bitter."

Zu Hause gegen Dortmund müssen wir die ganze Kraft sammeln und eine super Leistung abliefern - sonst haben wir keine Chance.

Amir Abrashi

An beiden Enden des Spielfelds fehlte also unterm Strich abermals die entscheidende Qualität. Was Abrashi zu einem ernüchternden Resümee bewegte: "Wir wollten in Bremen punkten. Das wäre ein Signal gewesen." Ohne dieses Signal müssen die Freiburger Profis nach zwei freien Tagen zum Abschalten und Regenerieren ab Mittwochvormittag an ihren Schwächen arbeiten, damit es möglichst bald wieder zu Zählbarem reicht in der Liga. Die beiden nächsten Hindernisse auf dem Weg zurück zum Erfolg heißen jedoch Borussia Dortmund und RB Leipzig.

Eingeschränkte Variationsmöglichkeiten

"Jedes Spiel ist ein Brocken", meint Abrashi, der jedoch weiß: "Zu Hause gegen Dortmund müssen wir die ganze Kraft sammeln und eine super Leistung abliefern - sonst haben wir keine Chance." Die Wochen rund um Ostern dürften zäh werden für das Team von Christian Streich, dessen Variationsmöglichkeiten durch einen großen Krankenstand weiterhin eingeschränkt sind. Aller Voraussicht nach müssen die Breisgauer spätestens im Endspurt gegen Düsseldorf (H), Hannover (A) und Nürnberg (H) noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt einfahren.

Carsten Schröter-Lorenz