Kaiserslautern gelingt später Ausgleich in Cottbus

Löhmannsröben: "Haben so oft Dreck gefressen"

Lasse Schlüter, Jan Löhmannsröben

Kampf um den Ball: Kaiserslauterns Jan Löhmannsröben (re.) und Cottbus' Lasse Schlüter. imago

In der Schlussphase war der FCK im Stadion der Freundschaft in Rückstand geraten, Jurgen Gjasula hatte einen berechtigten Elfmeter (Lennart Grill hatte Lasse Schlüter gefoult) zum 1:0 in der 80. Minute ins Tor geschossen . Den Roten Teufeln drohte damit eine Woche nach dem 0:1 gegen den VfR Aalen, das bei Fans und Trainer Hildmann für viel Frust gesorgt hatte, der nächste Tiefschlag gegen einen vom Abstieg bedrohten Klub. Genau dagegen wollte sich das Team wehren, wie Löhmannsröben bei "Magenta Sport" erklärte. "Für uns ist es wichtig, nicht zwei Spiele in Folge zu verlieren. Wir haben gesagt: 'Wir brauchen noch ein Ding.'"

Trotzdem hätten wir uns ein besseres Spiel von uns gewünscht.

FCK-Trainer Sascha Hildmann

Das "Ding" erzielte er schließlich selbst. Timmy Thiele hatte eine Freistoß-Flanke von Mads Albaek vor die Füße des gebürtigen Berliners verlängert. Der ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum Ausgleich. Das späte Tor sorgte im Lauterer Lager für besondere Genugtuung. "Wir haben so oft Dreck gefressen in der letzten Minute", sagte Löhmannsröben mit Blick auf die zahlreichen späten Gegentore. "Jetzt haben wir daran geglaubt, dass wir mal die Glücklichen sind."

Die Durchschlagskraft fehlt

Mehr hatten sich er und seine Mannschaftskameraden trotzdem in der Lausitz erhofft, wie so oft fehlte es dem FCK aber an Durchschlagskraft, trotz optischer Vorteile im ersten Durchgang. "Ich glaube, dass wir gerade in der ersten Hälfte ganz gut drin waren und uns auch mal bis zum Sechzehner kombiniert haben", sagte Hildmann. Allerdings dauerte es bis zur zweiten Hälfte, ehe sein Team überhaupt zu einem zielgerichteten Torschuss kam. Die wenigen Möglichkeiten versprühten kaum Gefahr. Vor allem bei Standards waren die Pfälzer in diesem Spieltag einmal mehr erschreckend harmlos.

Nach Gjasulas Führungstor hatte Hildmann deshalb Schlimmes geahnt: "Dann ist es eigentlich ganz schwer, wieder zurück in dieses Spiel zu kommen." Doch diesmal war es seiner Mannschaft dank Löhmannsröben gelungen. "Das freut mich für die Jungs", so Hildmann. "Trotzdem hätten wir uns ein besseres Spiel von uns gewünscht."

pau