ManCity-Trainer über die Kritik des Nationalspielers

Guardiola widerspricht Gündogan deutlich

Ilkay Gündogan und Pep Guardiola

Nicht einer Meinung in der Analyse: Ilkay Gündogan und Pep Guardiola. picture alliance

Es war klar, dass diese Frage kommen würde, auch Pep Guardiola hatte offenbar nur auf sie gewartet. Ilkay Gündogan hatte am Dienstagabend nach der 0:1-Niederlage bei den Tottenham Hotspur im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals diagnostiziert, dass Manchester City "in wichtigen Spielen die Nerven flattern" und der amtierende englische Meister deshalb "noch keine große Mannschaft" sei. Guardiolas deutliche Antwort drei Tage später: "Ich kann ihm nicht zustimmen. Absolut nicht."

Seine Elf habe das Spiel "unter Kontrolle" gehabt, es sei sogar "viel besser" gewesen als das Achtelfinalhinspiel auf Schalke (3:2), erklärte der Trainer auf seiner Pressekonferenz vor dem Ligaspiel bei Crystal Palace am Sonntag (15.05 Uhr, LIVE! bei kicker.de und im Stream bei DAZN): "Der Unterschied war, dass Leroy (Sané, d.Red.) den Ball aus 50 Metern in den Winkel haut und wir gegen die Spurs einen Elfmeter verschossen haben. Das Schalke-Spiel war weitaus gefährlicher, weil wir in Unterzahl waren und 1:2 zurücklagen."

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"180 Punkte!" Bei einer Nachfrage brodelt es in Guardiola

Und Gündogans Kritik, dass sich die Mannschaft durch "Negativereignisse" wie Sergio Agueros vergebenem Elfmeter nach 13 Minuten "immer viel zu sehr" zurückwerfen lasse? "Es gab Spiele, in denen wir nicht mehr da waren, wenn wir gerade ein Tor kassiert hatten, aber in diesem Fall haben wir eines kassiert - und es ist nichts passiert", so Guardiola. Also kein Nervenflattern, kein Einbruch, keine weiteren Rückschläge wie etwa noch vor einem Jahr in Liverpool . Auch Aguero habe auf seinen Fehlschuss "mental stark" reagiert, das ganze Team sei "stabil" geblieben, konterte Guardiola Gündogan - um gleichzeitig zu versichern: "Ich mag es, wenn meine Spieler sagen, was sie denken."

Doch als zum Schluss noch ein Reporter wissen wollte, ob es ihn nicht sorge, wenn einer seiner Spieler in der Mannschaft Nervosität ausmache, brodelte es sichtlich in Guardiola: "20 Monate lang haben sie alle drei Tage gewonnen", entgegnete der Katalane angriffslustig: "Wir haben 180 Punkte geholt (100 in der vergangenen, bislang 80 in der aktuellen Saison, d.Red.). 180 Punkte!" Sollte wohl heißen: Mit Spielern, die ihre Nerven nicht im Griff haben, wäre das ganz sicher nicht passiert.

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jpe

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Guardiola: "Manchmal ist ein 0:1 besser als ein 0:0"

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