Zwickau will in Haching nächsten Schritt zum Klassenerhalt machen

König warnt: "Denn wir sind noch nicht durch"

Sascha Mockenhaupt, Ronny König

Überraschender Sieg gegen Wehen Wiesbaden: Zwickaus Ronny König (re.) traf gegen den Aufstiegsanwärter doppelt. imago

Es geht weiterhin eng im Tabellenkeller zu. Gleich sieben Mannschaften rund um den Strich trennen nur sechs Punkte. Selbst die vor Kurzem schon abgeschlagen geltenden Kellerkinder Jena (Vorletzter, fünf Punkte Rückstand) und Aalen (Letzter, sechs Punkte Rückstand) dürfen noch hoffen. Mittendrin in diesem spannenden Abstiegskampf: der FSV Zwickau, den der Spielplan am Sonntag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) zur ebenfalls bedrohten SpVgg Unterhaching führt. Die Oberbayern, Tabellennachbar und nur einen Punkt entfernt, hoffen wie die Sachsen auf einen Befreiungsschlag. Der Sieger dürfte angesichts zwei weiterer Duelle direkter Konkurrenten (Braunschweig empfängt Großaspach, Lotte spielt in Aalen) wohl einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Halbfinal-Sieg im Landespokal bei Bautzen

Während Unterhaching, stark personalgeschwächt und in einer tiefen Krise, mittlerweile seit sieben Spielen auf einen Sieg und ein eigenes Tor (!) wartet, zudem im Landespokal gegen die Würzburger Kickers ausgeschieden ist (0:3), kommt Zwickau mit Rückenwind. Die Schwäne schlugen im Landespokal-Halbfinale Regionalligist Budissa Bautzen (2:0) und dürfen damit weiter vom Titelgewinn und dem Einzug in die DFB-Pokalhauptrunde träumen (im Finale wartet Chemnitz oder Lok Leipzig). Außerdem bezwang der FSV am vergangenen Spieltag überraschend Wehen Wiesbaden mit 2:1. "Wir wussten, worum es geht, haben uns den Sieg mit toller Leidenschaft und einer starken Mannschaftsleistung verdient", freute sich Stürmer Ronny König nach dem Dreier gegen den Aufstiegsanwärter.

König, gegen seinen Ex-Klub mit zwei Toren erfolgreich, richtete den Blick sogleich nach vorne. "In Unterhaching dürfen wir nicht nachlassen, denn wir sind noch nicht durch", warnte er - und fand damit ähnliche Worte wie sein Trainer . "Wir haben die Riesenchance, die Woche zu vergolden", fügte Nils Miatke an, wie König einer der Leistungsträger in den vergangenen Wochen.

Positionswechsel für Antonitsch kein Problem

Die Bezeichnung trifft auch auf Nico Antonitsch zu. Der Österreicher lief in dieser Saison 31-mal in der 3. Liga auf und stellte dabei seine Variabilität unter Beweis. Denn seitdem Bryan Gaul zurück ist und an der Seite von Toni Wachsmuth in der Innenverteidigung spielt, muss der 27-Jährige auf die rechte Außenposition in der Viererkette ausweichen. Stellt Enochs auf Dreierkette um, rückt er ein. Für Antonitsch sind die Positionswechsel aber kein Problem. Wohin ihn sein Trainer am Sonntag stellen wird, steht noch nicht fest. Klar ist nur: Antonitsch stören die Rochaden nicht: "Ich habe kein Problem mit dieser Position, ich wurde auch in Österreich schon als Rechtsverteidiger eingesetzt."

pau