BVB-Torhüter verneint Druck im Titelkampf

Bürki: "Wir müssen gar nichts"

"Wir können frei aufspielen": Borussia Dortmunds Torhüter Roman Bürki.

"Wir können frei aufspielen": Borussia Dortmunds Torhüter Roman Bürki. imago

Wenn am Samstag (Anstoß 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) das Spiel gegen Mainz 05 ansteht, wird der peinliche Auftritt von München nicht mehr in den Köpfen der Dortmunder Spieler spuken. Torhüter Roman Bürki hat "nach dem Eindruck dieser Woche" jedenfalls "nicht das Gefühl", dass das 0:5 bei den Bayern Spuren hinterlassen habe. Das Waterloo in der Allianz-Arena sei ausreichend aufgearbeitet worden, "wir schauen jetzt nach vorn".

Lucien Favre hat seine Analyse wie erwartet detailliert und fachlich angelegt, so wie er es immer macht. Niemand lebt bei den Ansprachen dieses Trainers in der Sorge, dass das Trommelfell scheppern könnte. "Er hat das aufgezeigt, was wir schlechtgemacht haben", verrät Bürki, und mehr wäre seiner Meinung nach auch gar nicht nötig gewesen: "Viele Dinge wissen wir selbst. Jeder weiß bei einem 0:5, dass es von jedem sehr schlecht war."

Darauf hoffen, dass der große Rivale "einen Ausrutscher hat"

Sechs Spieltage vor Schluss bei nur einem Punkt Rückstand jetzt die Flinte ins Korn zu werfen, kommt für den Schweizer Ballfänger nicht infrage. Er schließt nicht aus, dass der FC Bayern noch irgendwo Federn lässt. "Niemand", sagt er, "niemand hätte erwartet, dass Freiburg den Bayern zwei Punkte abzieht. So können das auch die anderen Mannschaften machen." Überraschend zu straucheln, könne die Borussia treffen, "aber auch die Bayern". Die Marschroute für die letzten sechs Wochen liege deshalb auf der Hand: selbst jedes Spiel gewinnen und darauf hoffen, dass der große Rivale "einen Ausrutscher hat".

Bürki: "Wir können frei aufspielen"

In einer Medienrunde verneinte Bürki jeden Druck für sich und seine Kollegen. Er versichert: "Wir müssen gar nichts." Die Mannschaft werde alles tun, um noch Meister zu werden. Die Nummer 1 der Borussia weigert sich aber, von einer schlechten Saison zu sprechen, "wenn wir das nicht schaffen". Entsprechend unbeschwert soll die Partie gegen Mainz angegangen werden. "Wir können frei aufspielen", sagt Bürki. Frei, aber fokussiert und bissig. Außenverteidiger Marius Wolf kündigt im "Feiertagsmagazin" von BVB.tv an, "körperbetonter in die Zweikämpfe zu gehen". Heißt konkret: "Wir müssen auch mal einem wehtun."

Thomas Hennecke

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