Kaiserslautern reist mit Personalproblemen nach Cottbus

Hildmann trotz Aalen-Frust: "Es geht immer weiter"

Sascha Hildmann

Will mit seinem Team gegen Cottbus wieder einen Sieg einfahren: FCK-Trainer Sascha Hildmann. imago

Das zurückliegende 0:1 gegen den Tabellenletzten hat die Stimmung auf dem Betzenberg nachhaltig getrübt. Nicht nur das Ergebnis, auch die Art und Weise hatte Hildmann einen Tag vor seinem 47. Geburtstag und danach frustriert. "Trotzdem geht es weiter, es geht immer weiter", richtete er am Donnerstag den Blick aber nach vorne. Von einem lockeren Auslaufen der Saison, in der es für den FCK höchstens noch um Platz vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, geht, sind die Roten Teufel aber weit entfernt. Bleibt als einziges Highlight noch das Verbandspokalfinale gegen Worms Ende Mai. Man wolle die Spannung hochhalten, so Hildmann, obwohl parallel die Planungen für die kommende Spielzeit längst auf Hochtouren laufen.

Deshalb will sich der FCK optimal auf die Partie vorbereiten und hat auch die Anreise genau geplant. Die Pfälzer fliegen von Frankfurt nach Berlin. Die Rückfahrt steht dann am Samstag aber per Bus an - eine entsprechend lange Zeit wird das Team auf der Autobahn verbringen. "Wobei unser Bus ja sehr gemütlich ist", sagte Hildmann mit einem Augenzwinkern. Unklar ist allerdings noch, wer die zweitweiteste Anreise der Saison (nach dem Spiel in Rostock) mit antreten wird.

Taktische oder personelle Umstellung: Wer ersetzt Bergmann?

Nachdem sich Theodor Bergmann im Spiel gegen die Schwaben eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, wird der Mittelfeldmann in der Lausitz noch pausieren müssen. Für Hildmann heißt das: Die zentrale Mittelfeldposition hinter der Doppelspitze im frisch eingeführten 3-5-2-System muss neu besetzt werden. Hendrick Zuck sammelte nach seiner frühen Einwechselung gegen den VfR als Bergmann-Ersatz kaum Argumente, ist aber wegen muskulärer Probleme ohnehin fraglich und konnte nicht trainieren. Julius Biada, eigentlich ein geübter Verbindungsspieler, befindet sich seit Wochen im Leistungsloch, kam zuletzt nur noch in der 2. Mannschaft zum Zug. Bleibt am Ende also nur eine taktische Umstellung, womöglich zurück zum 3-4-3? "Wir machen uns Gedanken darum. Grundsätzlich wollen wir Druck auf den Gegner ausüben. Ob das mit einem 3-5-2 oder einen 3-4-3 ist, werden wir relativ kurzfristig entscheiden", so Hildmann.

Hainault gesperrt - Sternberg fraglich

Zu personellen Wechseln wird Hildmann unabhängig von der Taktik auf jeden Fall auch in der Defensive gezwungen. André Hainault muss gegen Cottbus aufgrund seiner 5. Gelben Karte pausieren. Seinen Platz in der Dreier- oder Viererkette könnten Lukas Gottwalt oder Özgür Özdemir einnehmen. Letzterer feierte unter Hildmann 2017 sein Debüt in der 3. Liga für Großaspach, stand seit September aber nur noch zweimal im FCK-Kader (ein Kurzeinsatz). Des Weiteren ist der Einsatz von Janek Sternberg, der laut Hildmann umgeknickt ist, fraglich. Der ehemalige Bremer saß gegen Aalen auf der Bank, kam erst in der Schlussphase ins Spiel. Auch die Einsatzfähigkeit von Christoph Hemlein und Florian Dick steht auf der Kippe.

pau